Fast jeder Hundebesitzer hat bei seinem Hund schon über stumpfes Fell oder Magen-Darm-Probleme geklagt, dessen Ursachen nicht ausfindig zu machen waren. Auch der Tierarzt weiß manchmal keinen Rat und zur Not wird mal wieder ein Antibiotikum verordnet. Dabei ist dies oft nicht hilfreich und obendrein noch schädlich für die Darmflora. Natürliche Bierhefe für Hunde kann eine Alternative sein.

Was ist Bierhefe?

Bierhefe besteht aus natürlichen Hefepilzen und wird beim Bierbrauen verwendet. Sie bleibt als Abfallprodukt nach dem Brauen übrig und ist viel zu wertvoll, um sie zu entsorgen. Denn Bierhefe enthält etliche Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiß. Zudem hat die Bierhefe kaum Kalorien und kaum Fett und ist zucker- wie cholesterinfrei. Schon die alten Ägypter vor 5000 Jahren wussten, wie gesund die Bierhefe ist und verwendeten sie daher zur Behandlung von Wunden und Hauterkrankungen. Ebenso haben im Laufe der Geschichte etliche Naturheilkundige die Bierhefe zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt; darunter auch die Klosterfrau Hildegard von Bingen. Heutzutage findet die Bierhefe immer mehr Verwendung. Sei es in der Kosmetik, als Nahrungsergänzungsmittel oder in der Naturheilkunde.

Wofür Bierhefe beim Hund einsetzen?

Die Bierhefe ist hergestellt auf ausschließlich natürlicher Basis. Die Bierhefe Hund enthält neben vielen lebensnotwendigen Mineralstoffen wie beispielsweise Eisen, Magnesium, Kalzium und Zink auch Aminosäuren, B-Vitamine und Antioxidantien. Dieser Powercocktail unterstützt das Immunsystem und kann auch der Gesundheit deines Hundes dienlich sein. Zum einen bekämpft die Bierhefe Krankheiten und zum anderen beugt sie solchen vor.

Die Bierhefe für Hunde wirkt sich positiv auf das Fell aus, sodass es wieder schön glänzt und nicht mehr struppig ist. Gerade für allergiegeplagte Fellnasen kann die Bierhefe eine Erlösung von ständigem Juckreiz sein. Sie heilt Ausschläge, Ekzeme, Flechten und kleine Wunden. Des Weiteren wirkt sich die Bierhefe positiv auf die Darmflora aus und hilft dadurch bei Magen-Darm-Problemen wie zum Beispiel ständigem Durchfall, Blähungen oder auch Verstopfungen. Auch wenn der Hund an Diabetes leidet, kann die Hefe helfen, indem sie die Insulinproduktion ankurbelt. Ebenso unterstützt sie die Heilung bei Leberproblemen.

In der Zeckenzeit, etwa von März bis Oktober, hält die Bierhefe Hund Zecken von dem Vierbeiner fern. Denn der Hefegeruch wird vom Hund ausgedünstet und vertreibt viele der Plagegeister oder hält sie zumindest vom Zubeißen ab.Anwendung der Bierhefe hier nochmal im Überblick:

  • Unterstützung des Immunsystems
  • Magen-Darm-Probleme
  • Allergien
  • Hautausschläge
  • struppiges, stumpfes Fell
  • kleine Wunden
  • Juckreiz
  • Diabetes
  • Zecken
  • zur Prophylaxe

Wie dosiert man Bierhefe für den Hund?

Als erstes solltest du checken, ob das Futter deines Hundes nicht schon Bierhefe enthält. Denn in qualitativ hochwertigem Futter kann Bierhefe ein Bestandteil sein. Dann ist die zu verabreichende Menge gewichtsabhängig. Eine Dosierungsempfehlung wird immer vom Hersteller angegeben. Du startest aber am besten, vor allem bei sensiblen Hunden, mit einer geringen Dosis, die du behutsam über mehrere Tage steigerst bis zur empfohlenen Höchstdosis. Dann hängt es vom Hund ab, ob du die Bierhefe als Kur über einen bestimmten Zeitraum gibst, bis eine Besserung eintritt, oder ob eine dauerhafte Gabe sinnvoll ist.

Zum Beispiel bei einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes oder Allergien kann die dauerhafte Verabreichung sinnvoll sein. Bei einer zeitlich begrenzten, akuten Belastung des Hundekörpers, zum Beispiel in der Zeckenzeit oder beim Fellwechsel, kann man die Bierhefe Hund auch kurzzeitig höher dosieren. Aber die Höherdosierung sollte nicht von Dauer sein, da Bierhefe auch Phosphor enthält. Phosphor kann bei einer Überdosierung zu einer Leber- und Nierenschädigung führen. Des Weiteren ist ein Zuviel an Phosphor schädlich für die Knochen der Fellnase.

Nebenwirkungen von Bierhefe?

Grundsätzlich hat Bierhefe als Naturprodukt keinerlei Nebenwirkungen. Besonders sensible Fellnasen können anfänglich geringe Blähungen oder Bauchweh haben, bis sich ihr Körper an die Bierhefe gewöhnt hat. Es gibt aber auch Hunde, die allergisch auf die in der Bierhefe enthaltenen Hefepilze reagieren. Dies kann sich mit Durchfall und Juckreiz bemerkbar machen. Oder es kann eine bereits bestehende Pilzinfektion durch die Bierhefe noch verstärkt werden. Einige Hundebesitzer berichten auch von auftretenden Ohrenbeschwerden nach der Gabe von Bierhefe. Sollten diese Nebenwirkungen auftreten, ist die Bierhefe sofort abzusetzen. Im Zweifelsfall sollte immer der Rat des Tierarztes eingeholt werden.

Beispiele für Bierhefe-Produkte

Die Bierhefe gibt es in Form von Flocken, Pulver, Tabletten, Kapseln oder flüssig. Du mischst sie einfach unter das Futter deines Vierbeiners. Eventuell kannst du noch was ganz besonders Leckeres dazutun wie zum Beispiel Naturjoghurt oder geriebener Käse, da einige Hunde den bitter-würzigen nicht ganz so prickelnd finden. Die Tabletten oder Kapseln können auch einzeln, vielleicht umwickelt mit leckerem Käse oder etwas Wurst, gegeben werden.

Wo gibt es die Bierhefe für Hunde?

Die Bierhefe ist erhältlich in vielen Supermärkten, Reformhäusern, Apotheken, Drogeriemärkten, Tierfachgeschäften und im Onlinehandel. Auf alle Fälle sollte man nur deutsche Produkte kaufen, da in Deutschland beim Bierbrauen das Deutsche Reinheitsgebot gilt.

Fazit

Bierhefe kann die Gesundheit deines Hundes bei richtiger Dosierung auf natürliche Weise unterstützen. Probier es aus! Im Zweifelsfall kannst du immer deinen Tierarzt um Rat fragen.

Dürfen Hunde Kartoffeln fressen?

Die kurze Antwort: Hunde dürfen bedenkenlos Kartoffeln fressen. Wie auch die Süßkartoffel findet sich die heimische Kartoffel in ganz vielen Speiseplänen von Hunden. Das kann als Bestandteil von Fertigfutter, als Zugabe zum BARFen oder auch in Form von Kartoffelpulver oder Kartoffelflocken als Bestandteil von Trockengemüse-Mischungen sein. 

Kartoffeln roh oder gekocht dem Hund füttern?

Achtung: wie auch für den Menschen ist die Kartoffel für den Hund im rohen Zustand völlig ungenießbar.

Auch hier gilt selbstverständlich, die Dosis macht das Gift, doch bei zu vielen Kartoffeln im rohen Zustand kann diese auch giftig für deinen Vierbeiner sein.

Die Dosis macht das Gift: Das gilt selbstverständlich auch für das Füttern roher Kartoffeln beim Hund!

Viele BARFer bestehen darauf, den Hund gänzlich ohne Kohlenhydrate zu füttern. Ich allerdings vertrete die Ansicht, dass Kohlenhydrate, Proteine, Fette und Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis gesund für den Hund sind, also solltest du den Anteil an Kohlenhydraten im Futter auch nicht unbedingt unter 30% halten.

Die Kartoffel kann auch als gesündere Alternative zum Getreide als Bestandteil in vielen Futtersorten gefunden werden. Viele Hunde vertragen keinen Weizen, oder auch keinen Reis, da kann es durchaus sinnvoll sein, ein Futter mit Kartoffel als Bestandteil zu wählen.

Dürfen Hunde Kartoffeln roh fressen? Warum ist rohe Kartoffel giftig für Hunde?

In der Schale, den Keimen und den grünen Teilen der Kartoffel wird Solanin zur Bekämpfung von Fäulniserregern produziert, was für den Hund in größeren Mengen giftig ist. Der Stoff bewirkt eine Umverteilung der Calcium-Konzentration innerhalb und außerhalb der Zellen, was zum Zelltod führt.

Der Stoff bewirkt unter anderem Erbrechen und Durchfall - als Entgiftungsreaktion des Körpers - beim Erwachsenen nach der Aufnahme von mehr als 200 mg, was etwa einem halben Kilogramm rohen Kartoffeln entspricht (zw. 30 und 50mg/100g bei kleinen, grünen Kartoffeln).

Für kleine Hunde können bereits 50-70g rohe, grüne Kartoffeln gefährlich werden

Das bedeutet, für deinen Hund können je nach Rasse und Gewicht bereits 50-70 Gramm rohe Kartoffeln (beispielsweise bei einem Zwergpudel, Havaneser oder Cavalier King Charles Spaniel) äußerst giftig sein.

Allergien auf Kartoffeln beim Hund

Bisher sind keine Allergien/Unverträglichkeiten auf Kartoffeln beim Hund bekannt. Wenn dir auffallen sollte, dass dein Hund nach dem Verzehr von Kartoffeln wiederholt Durchfall oder zumindest weichen Stuhlgang bekommen sollte, kläre dies aber bitte trotzdem mit deinem Tierarzt ab. 

Ausschlussdiät: Die Kartoffel als neutrale Kohlenhydratquelle

Im Zuge einer Ausschlussdiät wird die Kartoffel gerne als neutrales Kohlenhydrat zugegeben. Bei einer Ausschlussdiät versucht man, Unverträglichkeiten auf bestimmte Proteine herauszufinden, und füttert daher den Hund eine Zeitlang nur mit einer einzigen Sorte Protein. Zumeist wird hierbei ein Protein verwendet, das ansonsten in der Nahrung des Hundes nicht vorhanden ist, also beispielsweise Pferde-oder Ziegenfleisch.

Als Zugabe kann hier beispielsweise die Kartoffel, aber auch die Karotte oder Süßkartoffel verwendet werden. 

Dürfen Hunde Kartoffeln fressen?

Im Vergleich: Kartoffel und Süßkartoffel für Hunde

Kartoffeln haben einige positive Eigenschaften auf den Organismus. An erster Stelle stehen natürlich die Kohlenhydrate. Verzweigtkettige Kohlenhydrate, die erst aufgespalten werden müssen, und in der Verdauung etwas länger benötigen, um in den Blutkreislauf als Zucker aufgenommen zu werden.

Die Kartoffel hat im Vergleich zur Süßkartoffel wesentlich mehr Vitamin C, was zwar für den Hund nicht so wichtig ist (dieser produziert selbst in ausreichender Menge Vitamin C) aber für den Zweibeiner durchaus eine hilfreiche Information sein kann.

Untenstehend findest du eine Tabelle mit den Unterschieden zwischen Süßkartoffel und Kartoffel.

Quelle der Daten für die untenstehende Tabelle: Wikipedia-Artikel zur Süßkartoffel

Inhaltsstoff

Bezogen auf 100g

Süßkartoffel

gelbfleischig, roh, mit Haut

Kartoffel

Knolle, roh, mit Haut

Vitamin E

260 µg 

10 µg

Vitamin A

14187 IE 

0 IE

Beta-Carotin

8509 μg 

0 µg

Natrium

55 mg

6 mg

Calcium

30 mg

12 mg

Vitamin C

2,4 mg

19,7 mg

Was brauche ich alles zum Barfen?

Gerade beim BARFen erfreut sich die Süßkartoffel großer Beliebtheit. Klicke auf das Bild, um zum Artikel über BARF zu gelangen.

Kartoffel-Rezept

Kartoffel-Rezept für ein 750g Hundemenü: 

Dieses eignet sich für einen großen Hund zwischen 30 und 35kg Körpergewicht, oder wie bei uns, für unsere zwei Border-Damen Lou (Berti) und Grace mit 18 bzw. knapp 13kg Körpergewicht.

Du kennst dieses Rezept vielleicht schon aus meinem Süßkartoffel-Artikel. Wir vom Futterberatungs-Team haben es mit Kartoffeln für unsere Hunde ausprobiert, weil wir keine Süßkartoffeln zuhause hatten - meiner Hündin Grace hat es ebenso gut geschmeckt 😉

  • 200 g Thunfisch (oder eine andere gut pürierbare Eiweißquelle)

  • 200 g Hüttenkäse

  • 150 g Karotten

  • 200 g Kartoffel

Am besten schneidest du die Karotten und Kartoffeln zunächst in Streifen oder Würfel - dadurch sind sie schneller gar, und du musst nicht so lange warten. Gute 15-20 Minuten Kochzeit bei mittlerer bis hoher Stufe solltest du aber schon einplanen. 

Hier die Schritte bis zum fertigen Hundemenü: 

  1. Kleingeschnittene Kartoffel und Karotten ins kochende (nicht gesalzene!) Wasser 
  2. Thunfisch und Hüttenkäse in einem Gefäß (etwas höheres Tupper-Geschirr eignet sich) mit ganz wenig Wasser vermengen und mit einem Pürierstab zu einem Brei häckseln. Bedenke, dass das Gefäß auch noch Platz für die anderen Zutaten haben muss. Du kannst hierbei auch noch ein paar größere Stückchen übrig lassen, und deinem Vierbeiner das Verdauen überlassen.
  3. Kartoffeln und Karotten nach ca. 20 min abtropfen und hinzufügen. Wenn du dir mit der Kochdauer unsicher bist, achte darauf, dass sich beim Herausnehmen die Süßkartoffel mit einer Gabel recht leicht zerdrücken lässt, dann liegst du goldrichtig.
  4. Alles mit dem Pürierstab vermengen und ab damit in den Napf!
  5. Nach Bedarf und Geschmack darfst du übrigens gerne auch noch ein wenig Kokosöl oder Leinöl hinzugeben.

Dürfen Hunde Süßkartoffeln fressen?

Die kurze Antwort: Ja, dürfen sie definitiv. Was die Süßkartoffel aber so attraktiv als Nahrungsmittel für Hunde macht, warum du sie auf jeden Fall in den Speiseplan deines Vierbeiners integrieren solltest, wenn sie noch nicht Teil davon ist, und was du auf jeden Fall noch nicht über die Süßkartoffel wusstest, erfährst du in diesem Artikel. 

Inhaltsstoffe von Süßkartoffeln, die für den Hund gut sind 

Süßkartoffeln haben einige positive Eigenschaften auf den Organismus. An erster Stelle stehen natürlich die Kohlenhydrate. Verzweigtkettige Kohlenhydrate, die erst aufgespalten werden müssen, und in der Verdauung etwas länger benötigen, um in den Blutkreislauf als Zucker aufgenommen zu werden.

Was du vielleicht nicht du wusstest: die Süßkartoffel hat auch einen hohen Faseranteil, und eignet sich somit perfekt als Ballaststoff-Lieferant. 

Ballaststoffe benötigst du vor allem, um den Darm bei der Verdauung und zu unterstützen. Außerdem können spezielle Bakterien im Darm des Hundes aus Faserstoffen wertvolle Fettsäuren synthetisieren, die wiederum einige positive Funktionen im Körper ausüben.

Im Vergleich zur normalen Kartoffel sticht die Süßkartoffel besonders durch hohe Werte bei Vitamin A, E und Beta-Carotin hervor. Aber auch der Anteil an Natrium und Calcium kann sich sehen lassen. Beim Anteil an Vitamin C hingegen schneidet die Kartoffel besser ab - was für deinen Vierbeiner aber relativ egal sein dürfte: Hunde können nämlich Vitamin C selbst synthetisieren und benötigen es nicht zusätzlich in der Nahrung.

Quelle der Daten für die untenstehende Tabelle: Wikipedia-Artikel zur Süßkartoffel

Inhaltsstoff

Bezogen auf 100g

Süßkartoffel

gelbfleischig, roh, mit Haut

Kartoffel

Knolle, roh, mit Haut

Vitamin E

260 µg 

10 µg

Vitamin A

14187 IE 

0 IE

Beta-Carotin

8509 μg 

0 µg

Natrium

55 mg

6 mg

Calcium

30 mg

12 mg

Vitamin C

2,4 mg

19,7 mg

Allergien des Hundes auf Süßkartoffeln

Bisher sind keine Allergien oder Unverträglichkeiten auf Süßkartoffeln bekannt. Meistens wird die Süßkartoffel auch er gefüttert, wenn dein Vierbeiner beispielsweise Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat, und aber eine passende Kohlenhydrat und Ballaststoffquelle gesucht wird. Vielfach wird ja Reis oder Getreide gefüttert, was ebenfalls einen hohen Kohlenhydratanteil hat. Reis- oder Getreide-Unverträglichkeiten sind allerdings relativ häufig. So ist die Süßkartoffel oft Teil des Speiseplans bei einer Ausschlussdiät.

Womit kann ich Süßkartoffel im Futter kombinieren?

Wenn du deinem Hund eine Süßkartoffel zubereitet, solltest Du selbstverständlich auch andere Bestandteile im Napf haben. Beliebt ist es, die Süßkartoffel mit anderen Wurzeln oder Knollen bzw Kräutern und Gemüsesorten zu pürieren. Sellerie, Kürbis, Spinat, Karotten oder auch grüner Salat (den dein Hund vielleicht sonst freiwillig nicht anrührt), eignen sich hier bestens. Auch kannst du noch Kokosöl/-fett beimengen.

Süßkartoffel roh oder gekocht?

Ist rohe Süßkartoffel giftig für den Hund?

Was man immer wieder liest ist, dass die Süßkartoffel im Gegensatz zur heimischen Kartoffel nicht zu den Nachtschattengewächsen gehört, und daher auch im rohen Zustand nicht giftig. Allerdings solltest du sowohl aufgrund der Verdaulichkeit als auch - natürlich - aufgrund des besseren Geschmacks, darauf achten, dass die Süßkartoffel vor Verzeht durch deine Fellnase komplett durchgegart ist.

Ist die Süßkartoffel in Hundefutter enthalten?

Großer Beliebtheit erfreut sich die Süßkartoffel vor allem beim Barfen bzw als Zugabe zu reinen Fleischdosen. Aber auch Hersteller von Fertigfutter bedienen sich öfters der Süßkartoffel, um eine größere Verdaulichkeit, ein Futter für Allergiker, oder einfach ein Trend-Lebensmittel als Aushängeschild auf der Verpackung bereitzustellen. 

Was brauche ich alles zum Barfen?

Gerade beim BARFen erfreut sich die Süßkartoffel großer Beliebtheit. Klicke auf das Bild, um zum Artikel über BARF zu gelangen.

Süßkartoffel-Rezept

Süßkartoffel-Rezept für ein 750g Hundemenü: 

Dieses eignet sich für einen großen Hund zwischen 30 und 35kg Körpergewicht, oder wie bei uns, für unsere zwei Border-Damen Lou (Berti) und Grace mit 18 bzw. knapp 13kg Körpergewicht.

  • 200 g Thunfisch (oder eine andere gut pürierbare Eiweißquelle)

  • 200 g Hüttenkäse

  • 150 g Karotten

  • 200 g Süßkartoffel

Am besten schneidest du die Karotten und Kartoffeln zunächst in Streifen oder Würfel - dadurch sind sie schneller gar, und du musst nicht so lange warten. Gute 15-20 Minuten Kochzeit bei mittlerer bis hoher Stufe solltest du aber schon einplanen. 

Hier die Schritte bis zum fertigen Hundemenü: 

  1. Kleingeschnittene Süßkartoffel und Karotten ins kochende (nicht gesalzene!) Wasser 
  2. Thunfisch und Hüttenkäse in einem Gefäß (etwas höheres Tupper-Geschirr eignet sich) mit ganz wenig Wasser vermengen und mit einem Pürierstab zu einem Brei häckseln. Bedenke, dass das Gefäß auch noch Platz für die anderen Zutaten haben muss. Du kannst hierbei auch noch ein paar größere Stückchen übrig lassen, und deinem Vierbeiner das Verdauen überlassen.
  3. Süßkartoffel und Karotten nach ca. 20 min abtropfen und hinzufügen. Wenn du dir mit der Kochdauer unsicher bist, achte darauf, dass sich beim Herausnehmen die Süßkartoffel mit einer Gabel recht leicht zerdrücken lässt, dann liegst du goldrichtig.
  4. Alles mit dem Pürierstab vermengen und ab damit in den Napf!
  5. Nach Bedarf und Geschmack darfst du übrigens gerne auch noch ein wenig Kokosöl oder Leinöl hinzugeben.

Hallo, schön dass du auf diese Seite gefunden hast. In diesem Blogpost erfährst du alles, was du über BARFen (biologisches artgerechtes rohes Futter) wissen musst - ich beantworte dir hier die häufigsten Fragen, die im Netz zum Thema Rohfleischfütterung kursieren. 

Viel Spaß beim Lesen!

Ist barfen wirklich so gut?

Das Futter fürs eigene Haustier selbst zusammenzustellen ist eine wirklich tolle Sache! Denn egal ob BARF oder gekochte Rationen – unsere Lieblinge profitieren davon enorm! Ich bin kein absoluter Gegner von Fertigfutter, allerdings ist frische, selbst zubereitete Nahrung immer noch das Beste. Ich vergleiche die Fertigfutterindustrie (wenn du doch gerne Fertigfutter füttern möchtest, sieh dir diesen Artikel an) gerne mit der Fast Food – Industrie. Selbst zubereitetes Essen ist einfach viel gesünder, weil es deutlich weniger mit ungesunden oder gar schädlichen Substanzen belastet ist.

Das Gleiche gilt doch für uns Menschen genauso. Je natürlicher und frischer die Lebensmittel sind, desto wertvoller ist ihr Beitrag für unsere Gesundheit.

Die Ernährung durch BARF ist allerdings nur dann wirklich gut, wenn es sich um ausgewogene, komplette Rationen handelt, die alles enthalten, was dein Tier braucht.

Vorteile vom Barfen:

  • hochwertige Zutaten mit hervorragender Bioverfügbarkeit

  • keine Antinährstoffe im Futter

  • keine chemischen, synthetischen Zusätze

  • besserer Körpergeruch

  • kräftigere Muskulatur

  • schönes, gesundes Fell

  • geringere Kotmengen und dadurch ein geringerer Verbrauch an „Gacki-Sackerl“ (Umweltaspekt!)

  • generell weniger Müll (man bedenke die vielen Dosen die bei Fütterung von Nassfutter anfallen)

  • geringeres Risiko einer Magendrehung

  • geringeres Risiko Allergien zu entwickeln

  • weniger Zahnstein

  • höhere Lebenserwartung

  • mehr Spaß am Essen

  • individuelle Anpassung der Nahrung auf das jeweilige Tier und dessen Bedürfnisse

Wie barfe ich meinen Welpen richtig?

Manche Menschen haben Befürchtungen schon bei den ganz Kleinen mit der Rohfütterung zu beginnen, allerdings ist es überhaupt kein Problem, Welpen zu barfen! Auch die Umstellung von Fertigfutter auf BARF ist bei jungen Tieren oft viel unkomplizierter als bei erwachsenen Individuen. Je länger ein Vierbeiner an Fertigfutter gewöhnt war, desto anstrengender ist die Umstellung auf frische Nahrung für das Verdauungssystem.

welpe

Gerade bei Welpen ist es von Bedeutung, den Nährstoffbedarf zu berechnen und diesen relativ exakt abzudecken. Ab der 10. Lebenswoche brauchen die Kleinen in etwa 3x so viel Futter wie ein ausgewachsener Hund. Dies gewährleistet die Deckung des hohen Nährstoffbedarfs. Wachsen ist nämlich ganz schön anstrengend und erfordert viel Energie! Die Menge an Futter nimmt mit dem Heranwachsen kontinuierlich ab, weil auch der Nährstoffbedarf des Hundes sinkt. Während ein 11-Wochen alter Welpe in der Regel 6% seines Körpergewichtes an Futter benötigt, wird er mit 21 Wochen wahrscheinlich nur noch 4% brauchen.

Welpen benötigen etwa 3 bis 4 Mahlzeiten pro Tag. Diese sollten aus Milchprodukten, Fleisch, Innereien, Gemüse und Getreide bestehen. Auch Knochen können Hunde von klein auf zum Fressen bekommen, zu beachten gilt lediglich, dass Welpen ausschließlich weiche Knochen (Hühner-, Puten- oder Entenhälse, Kaninchenkarkassen etc.) bekommen sollten.

Erwachsene Tiere sollten 15-25% Fettgehalt in der Nahrung vorfinden, Welpen eher „nur“ 15%. Das hat 2 Gründe:

  • Je höher der Fettgehalt, desto niedriger ist der Proteingehalt des Fleisches - Welpen benötigen für eine optimale Entwicklung aber unbedingt genügend Eiweiß

  • Je höher der Fettgehalt, desto energiereicher ist das Futter - zu energiereiche Nahrung erhöht das Risiko von Skelettfehlbildungen

Der Energiegehalt des Futters beeinflusst die Wachstumsgeschwindigkeit, weshalb es von Bedeutung ist, den Welpen nicht zu überfüttern und vor allem nicht Nahrung ständig zur Verfügung zu stellen.

Etwa ab der 16. Woche beginnt der Zahnwechsel. Spätestens ab diesem Zeitpunkt brauchen Hunde genug zum Kauen. Dies hilft dabei die Milchzähne zu lösen, lindert Schmerzen und fördert die Zahnpflege. Ideale Kauartikel sind frische Knochen, wobei große Gelenksknochen in dieser Zeit am optimalsten sind.

Da ein Welpe rasch wächst und in kurzer Zeit viel Gewicht zunimmt, gehört der Futterplan laufend an das Gewicht des Hundes angepasst. Eine regelmäßige Kontrolle des Ernährungsplanes gewährleistet eine optimale Nährstoffversorgung während des gesamten Wachstums. Aus diesem Grund bietet Fit Pets – Ernährungsberatung auch eine langfristige Welpenbegleitung an. 

Die wichtigsten Unterschiede in der Ernährung von Welpen und adulten Tieren sind, dass die Kleinen ausschließlich weiche oder gewolfte Knochen bekommen sollten und der Knochen-Anteil generell etwas höher sein darf. Frühestens ab dem 6. Monat darf ein halber Fasttag eingeführt werden, ganze Tage sollten vor dem 10. Lebensmonat nicht gefastet werden.

Wie Barfe ich meinen Hund richtig? Wie viel Gramm Futter pro Hund pro Tag?

Das „BARFEN“ orientiert sich ganz an dem Vorbild von Mutter Natur. Tierbesitzer, die ihre Vierbeiner barfen, ahmen im Optimalfall deren Beutetiere nach. Darum besteht der Großteil einer Futterration auch aus tierischen Produkten.
In der Regel benötigen ausgewachsene Hunde zwischen 2% und 4 % ihres Körpergewichts an Nahrung. Ein unkastrierter, aktiver Rüde wird 4% benötigen, während ein älterer, träger Hund wahrscheinlich nur 2% Futtermenge braucht.

80 Prozent tierisch

BARF ohne Getreide: 

80% tierisch
20% pflanzlich

70 Prozent tierisch

BARF Mit Getreide: 

70% tierisch
30% pflanzlich

Der Unterschied zwischen der Fütterung mit und ohne Getreide ist nicht groß. Der Hauptteil einer Hundemahlzeit sollte stets aus tierischen Produkten bestehen. Dieser beträgt bei der BARF- Fütterung ohne Getreide 80% ansonsten 70%.

Fütterung OHNE Getreide

Woraus setzt sich der tierische Anteil zusammen?

Muskelfleisch, Knochen, Fett, Innereien und eventuell auch Milchprodukte müssen 80% der Futterration ergeben.

Diese 80% setzen sich wie folgt zusammen:

  • 50% Muskelfleisch (fettreich!)
  • 20% Pansen/ Blättermagen
  • 15% Innereien
  • 15% RFK (rohe, fleischige Knochen)

Woraus setzt sich der pflanzliche Anteil zusammen?
Die 20% sollten aus 75% Gemüse und 25% Obst bestehen.

Fütterung MIT Getreide

Muskelfleisch, Knochen, Fett, Innereien und eventuell auch Milchprodukten müssen 70% der Futterration ergeben.

Diese 70% setzen sich wie folgt zusammen:

  • 50% Muskelfleisch (fettreich!)
  • 15% Pansen/ Blättermagen
  • 15% Innereien
  • 20% RFK (rohe, fleischige Knochen)

Woraus setzt sich der pflanzliche Anteil zusammen?
Die 30% sollten aus 40% Getreide, 40% Gemüse und 20% Obst bestehen.

Deklaration Industriefutter

Hier siehst du zum Vergleich die Deklaration von Industrie Futter. Wenn du wissen möchtest, wie man Deklarationen liest, klicke einfach auf das Bild.

Was muss ich beim Barfen beachten?

Einer der häufigsten Fehler beim Barfen ist, dass ein Hund zu wenig Fett bekommt. Fett ist der wichtigste Energieträger für Hunde (und Katzen)! Fette und ihre Fettsäuren sind absolut notwendige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung für unsere Vierbeiner!

Bekommt ein Tier zu wenig Fett (=Energie), besteht die Gefahr, dass der hündische Organismus andere Quellen (wie zum Beispiel wertvolle Muskelmasse) zur Energiegewinnung nützt.

Wird fettreiches Fleisch gegeben, erhält das Tier in der Regel genügend von diesem wichtigen Nährstoff. Oftmals ist im Muskelfleisch allerdings zu wenig hiervon enthalten, weshalb es meist notwendig ist eine extra Portion hinzu zu geben. Aber Achtung: eine Erhöhung des Fettanteils der Futterrationen muss schrittweise erfolgen, denn sonst kann es zu einer sehr schmerzhaften Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) kommen.

Innereien liefern unseren vierbeinigen Lieblingen wertvolle Vitamine. 

Hunde (und Katzen) nehmen diese Mikronährstoffe nicht durch den Verzehr von Obst und Gemüse auf, sondern durch die Innereien ihrer Beutetiere. Obst und Gemüse dienen als Ballaststofflieferanten, fördern so die Darmtätigkeit und –gesundheit.
Der Innereienanteil sollte zu einem großen Teil aus Leber bestehen, da dieses Organ sehr viel Vitamin A und D enthält. Weitere sehr wichtige Innereien sind Niere und Milz.

Die meisten BARF-Shops bieten schon fertige Innereien-Mixe an. Bitte darauf achten, dass die Zusammensetzung passt (ca. 40% Leber, mind. 20% Nieren & Milz, der Rest kann durchaus auch aus Lunge o.ä. bestehen).

Wie oft füttern beim Barfen?

Die Fütterungshäufigkeit unterscheidet sich in der Regel nicht von mit Fertigfutter ernährten Hunden. Die Vierbeiner sollten 1-2 Mahlzeiten pro Tag bekommen, wenn gewünscht kann gerne auch ein Tag in der Woche gefastet werden, dies allerdings frühestens ab dem 10. Lebensmonat.
Für Welpen gilt eine andere Fütterungshäufigkeit, aber auch hier gleicht die Ernährung nach Barf in der Häufigkeit der Mahlzeiten, die des Fertigfutters.
Generell gilt:

• bis zur 16. Woche braucht ein Welpe 4 Mahlzeiten/ Tag
• anschließend, bis zum 6. Lebensmonat 3 Mahlzeiten/ Tag
• ab dem 6. Lebensmonat reichen 2 Mahlzeiten/Tag

Nach der Zahnung reduziert sich der Energiebedarf des Hundes. Kleine Rassen sind in diesem Alter in der Regel ausgewachsen, größere haben zumindest 75% ihres Endgewichts erreicht. Nun benötigen die Vierbeiner nur mehr 2-3 Mahlzeiten pro Tag. Ab dem 6. Lebensmonat kann auch schon, wenn gewünscht, ein halber Fasttag eingelegt werden, ganze Fasttage allerdings erst, wie bereits erwähnt, ab dem 10. Monat! Fasten ist aber, wie bereits erwähnt, kein Muss.

Wie gefährlich ist Barfen?

Fleischanteil im Hundefutter beim BARFen

Mit Klick auf das Bild kommst du zum Artikel "Wie viel Fleisch braucht mein Hund?"

Natürlich befinden sich im rohen Fleisch Bakterien. Würde ich das dementieren, würde ich ganz schön lügen. Immer wieder werden Studien und Zeitungsartikel veröffentlicht, welche ausdrücklich vor den Gefahren des Barfens warnen. Von wem diese Studien in Auftrag gegeben wurden und was genau untersucht wurde wird in der Regel nicht erwähnt.

Um zu diesem Thema wirklich aussagekräftige Fakten zu erhalten, müsste untersucht werden, wie viele Hunde und deren Besitzer tatsächlich erkranken und inwieweit sich die Infektionsrate von Nicht-Hundehalten unterscheidet. Außerdem gehört auch der Faktor betrachtet, ob sich Tierbesitzer durch den Kontakt mit dem Fleisch oder über den Hund angesteckt haben. Sowas ist in der Regel nicht Untersuchungsgegenstand und somit lassen sich keine wirklich aussagekräftigen Rückschlüsse über die Risiken der Rohfleischfütterung geben.

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MRSA im Futter

Die Autoren des urban.dog Blogs haben hierzu eine Recherche angestellt und mehrere Studien sowie Expertenmeinungen verglichen. Der Schluss aus dieser Metaanalyse: Gefährlich werden könnten uns (Mensch und Hund) vor allem Multiresistente Keime. Diese sind allerdings sowohl in BARF als auch Fertigfutter gleichermaßen enthalten und können auch nicht ohne Weiteres ausgerottet werden - dazu müsste die komplette Tierhaltung in der Fleischindustrie überdacht und geändert werden.

Hier übrigens der Link zur Zürcher Studie, die die Diskussion über multiresistente Keime erneut in Gang gebracht hat.

Ein weiterer Faktor, der in solchen Studien gern verschwiegen wird ist die Keimbelastung von Fertigfutter und Leckerlies. Immer wieder gibt es Rückrufaktionen, weil Salmonellen und andere potentiell gefährliche Keime in diesen Produkten entdeckt werden. Auch bei Fleisch- sowie Gemüseproben aus dem Lebensmittelhandel wurden schon öfter pathogene (krankmachend) und auch multiresistente Keime gefunden.

Mittlerweile kenne ich wirklich viele Menschen, die ihre Haustiere (Hunde und Katzen) barfen und noch keiner (weder Tier noch Mensch) wurde aufgrund dieser Fütterungsmethode krank. Menschen und Tiere mit einem gesunden Immunsystem haben im Grunde nichts zu befürchten.

Ein wichtiger Punkt ist natürlich auf die Qualität und die richtige Küchenhygiene zu achten. Regelmäßiges Händewaschen, vor allem nach der Handhabung mit Fleisch und anderen Lebensmittel ist das oberste Gebot.

Außerdem muss der Kontakt zwischen rohen Fleisch und verzehrfertigen Nahrungsmitteln sowohl bei Lagerung (auch im Kühlschrank!) als auch Verarbeitung streng gemieden werden.

Was brauche ich alles zum Barfen?

Was brauche ich alles zum Barfen?

Das Wichtigste ist wohl eine große Tiefkühltruhe bzw. genügend Platz im Gefrierschrank. Ich selbst habe einen eigenen Gefrierschrank fürs Hundefutter.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Futter für seinen Vierbeiner vorzubereiten. Meiner Erfahrung nach ist es am praktischsten das Futter für ein paar Wochen vor zu portionieren und dann jeden Tag die gewünschte Portion aufzutauen. Dafür benötigt man natürlich geeignete Dosen bzw. Gläser um die einzelnen Rationen einfrieren zu können.

Ich empfehle meist die Gemüse- und Obstanteile zu pürieren, wofür natürlich ein Pürierstab oder eine andere geeignete Küchenmaschine notwendig ist.

• Muskelfleisch
• Innereien
• Rohe fleischige Knochen (RFK)
• Fett
• Hochwertige Omega-3 Öle (Lachsöl, Leinöl, Arganöl)
• Lebertran (Vitamin D)
• Algen (Jodversorgung)
• Hundenäpfe
• Gefäße zum Vorproportioniere
• Ausreichend Platz im Tiefkühler

Es gibt sehr viele Zusätze und Nahrungsergänzungen im Angebot, wirklich wichtig sind davon lediglich 3:

• Seealgen (Ascophyllum Nodosum) für die Jodversorgung
• Lebertran liefert wichtiges Vitamin D
• Essentielle Fettsäuren (Omega 3) in Form von Öl (am besten Wildlachsöl, gerne in Abwechslung mit einem Omega-3-haltigen Pflanzenöl, wie zum Beispiel Arganöl, Hanföl oder Leinöl)

So manch einer wird sich wundern warum diese Zusätze überhaupt notwendig sind, denn in der freien Natur nehmen Wölfe oder wild lebende Hunde ja auch keine Nahrungsergänzungen zu sich. Natürlich nicht, allerdings ist es bei BARF in der Regel nicht möglich das gesamte Beutetier exakt nachzuahmen.

Die Gabe von Lebertran ist sinnvoll, weil bis heute nicht geklärt ist, ob Hunde, so wie wir Menschen, Vitamin D über die Haut mit der Hilfe der Sonne aufnehmen können. Allerdings, selbst wenn sie es können, haben sie kaum eine Chance hierfür, denn sie befinden sich oft den Großteil des Tages in der Wohnung bzw. im Haus. Der Aufenthalt im Freien ist bei unseren Haushunden in der Regel viel zu kurz um ausreichend Vitamin D über die Haut produzieren zu können.
Eine weitere wichtige Ergänzung ist das Lachsöl. Hier ist Wildlachsöl auf jeden Fall zu bevorzugen. Lachsöl liefert dem Hund (und auch der Katze) wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Die nicht weniger wichtigen Omega-6-Fettsäuren erhalten die Vierbeiner ohnehin durch den Verzehr von Fleisch, aber leider liefert Fleisch aus der Masttierhaltung kaum Omega-3-Fettsäuren. Aus diesem Grund müssen diese ergänzt werden. Das erfolgt am besten durch tierische Öle wie Lachsöl, gerne in Abwechslung mit Omega-3-haltigen Pflanzenölen (Arganöl, Hanföl, Leinöl)
Einen kleinen Nachteil haben diese gesunden Öle - sie werden schnell ranzig. Und dann werden sie ungesund. Indem man diesen Ölen Vitamin E hinzufügt sind sie länger haltbar. Und ganz wichtig: Öle immer kühl und dunkel lagern!

Welches Fleisch ist zum Barfen geeignet?

Im Prinzip darf jegliches Fleisch verfüttert werden, außer rohes Schweinefleisch. Wie bereits erwähnt besteht hierbei die Gefahr, dass Vierbeiner sich mit dem Aujeszky Virus anstecken. Ich empfehle die Fütterung von 2-3 verschiedenen Tieren. Dies kann sein: Rind, Huhn, Pute, Ente, Ziege, Lamm, Kaninchen, Wild, Fisch usw. Mindestens 1-2 Tierarten sollten überhaupt nie gegeben werden (weder als Innerei, noch als Leckerei oder Knochen), damit im Falle einer auftretenden Unverträglichkeit auf andere Futtertiere ausgewichen werden kann.

Wie viel kostet Barfen - ist Barfen teuer?

Wenn du ein wirklich gutes Video zum Thema BARF sehen möchtest, schau dir das Youtube-Video der Hundeschule Stadtfelle an. Dirk hat auch einmal für seine Zuseher aufgezeigt, was BARFen tatsächlich kostet. 

Natürlich ist es teurer seinen Hund zu barfen (frische, natürliche, gesunde Nahrung), als ein günstiges Futter vom Diskounter zu kaufen. Dieser Vergleich ist aber auch absolut nicht angebracht. 

Barfen ist auf keinen Fall teurer als ein vergleichbar hochwertiges Nassfutter!

Wie viel Barfen im Endeffekt wirklich kostet kommt auf das jeweilige Tier (Größe, Gewicht, Nährstoffbedarf) und natürlich die Qualität der gekauften Produkte an.

Ich, beispielsweise komme mit den selbst zubereiteten Rationen (für meine Hündin muss ich kochen, da sie eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse hat), günstiger als mit hochwertigem Nassfutter. Ich nehme aber auch gerne vor allem für den pflanzlichen Anteil im Futter Obst und Gemüse, welches mir übrig bleibt. Im Frühjahr/ Sommer sammle ich gerne Gänseblümchen und Löwenzahn und mische es ebenfalls unters Futter.

Auch das Grün von Radieschen oder Karotten lässt sich wunderbar fürs Futter verwenden.

Es lohnt sich auch immer beim Fleischer oder Jäger seines Vertrauens nachzufragen, denn oft gibt es hier tierische Produkte, welche sie nicht verwerten können, günstig zu ergattern.

Es lässt sich keine Pauschalaussage treffen, wie viel Barfen nun wirklich kostet. Mit genügend Recherche und Planung kann man jedoch viele Kosten eindämmen und auch diese äußerst hochwertige Fütterungsmethode günstig gestalten.

Sollte ich mir einen professionellen Barfplan erstellen lassen?

Prinzipiell macht es sicher Sinn, wenn du dich zu dem Thema BARF zumindest einmal professionell beraten lässt. Zwar hast du in diesem Artikel die wichtigsten Fragen beantwortet bekommen - allerdings kann ein BARF-Plan immer nur perfekt passen, wenn man auch das jeweilige Tier vor Augen hat. 

Melde dich daher gerne, wir rufen dich zurück:

Was tun wenn der Hund Durchfall hat? Durchfall bei Futterumstellung, wie lange? Welche Hausmittel bei Durchfall beim Hund? Antworten auf diese und noch weitere Fragen findest du in diesem Artikel. Übrigens: Erst mal tief durchatmen.

Fast Facts Durchfall beim Hund

  • Durchfall heißt Entgiftung: Was verdächtig ist, fliegt raus!

  • Länger anhaltender Durchfall kann aufgrund von Infekten des Darms durch Parasiten (Würmer) oder Einzeller (Protozoen, Giardien) stattfinden

  • Keine Panik bei Durchfall im Rahmen einer Futterumstellung

  • Erste Hilfe: Nichts fressen, viel trinken!

  • Verwende Moortränke zum Aufbau der Darmflora

Warum haben Hunde Durchfall?

Der Darm ist das Entgiftungsorgan Nummer 1. Wenn irgendetwas mit der Nahrung nicht stimmt, wird es auf dem schnellsten Wege wieder hinausbefördert. Dass “etwas nicht stimmt”, kann bedeuten, dass eine Unverträglichkeit gegen einen Bestandteil des Futters vorliegt. Lies hierzu am besten meinen Artikel über die Ausschlussdiät bei Hunden. Es kann sich aber auch einfach um verdorbenes Futter handeln, in dem sich gewisse Bakterien oder Pilze angesiedelt haben, die Giftstoffe (Toxine) abgesondert haben.

Der Darm entgiftet – ob Toxine oder Nahrungsmittelbestandteile: Was verdächtig ist, fliegt raus!

Der Hund hat Durchfall bei Futterumstellung

Achtung: Auch bei einer Futterumstellung kann es zu Durchfall kommen. Hier sind die gleichen Maßnahmen zu treffen, wie bei den anderen Ursachen, nur der Grund ist ein anderer. Eine Futterumstellung bedeutet eine Umstellung auch für die Darmflora – und viele Bestandteile des neuen Futters sind der Mikrobiota eben noch “unbekannt”.

Durchfall beim Hund bei Futterumstellung auf BARF

Sie wandern unverdaut durch und überlasten damit den Dickdarm, die schnellere Darmpassage äußert sich demnach als Durchfall. Am besten ist es, mittels einer Anleitung (die ich dir gerne zur Verfügung stelle) langsam umzustellen, und gar nicht erst zu riskieren, dass es zu solch einer Reaktion kommt.

Was soll ich dem Hund bei Durchfall füttern?

Erst mal gar nichts. 24 Stunden Nahrungskarenz sind in jedem Fall zu empfehlen. Dann hat der Darm deines Tieres Zeit, sich zu entleeren und sich der unerwünschten Stoffe zu entledigen. Danach kannst du mit leichter Kost (Hähnchen, Reis, gekochte Karotten) beginnen, und deinen Vierbeiner langsam wieder aufpäppeln. Achte darauf, dass deine Fellnase ausreichend trinkt – greif ihr dazu immer wieder mal auf die Schnauze, die sollte leicht feucht sein.

Wichtig: Nichts fressen (24-Stunden Diät), viel trinken!

Durchfall beim Hund: Tipps für Hausmittel

Kohletabletten für den Hund im Akutfall

Wenn du sie noch nicht ausprobiert hast: Kohletabletten helfen auch dir bei Blähungen und Durchfall, weil sie Gase und Schadstoffe binden. Viele Formen von akuter Vergiftung die durch orale Aufnahme von Schadstoffen verursacht sind, werden initial erst mal mit Kohletabletten behandelt. Für unsere Vierbeiner ist das Hausmittel selbstverständlich auch sinnvoll.

"Kohletabletten werden auch als Aktivkohle bezeichnet. Sollte Dein Hund an Durchfall erkrankt sein, dann kannst Du ihm Kohletabletten geben. Denn Kohletabletten binden bei akutem Durchfall die Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt. Somit können die Giftstoffe wirkungsvoller ausgeschieden werden." -

so zu lesen im Shop "Barfers Wellfood" (für den ich übrigens keine Werbung mache, mir gefiel einfach die Zusammenfassung gut)

futterkohle

Futterkohle bei Durchfall:

Futterkohle kannst du auch zur täglichen Ration hinzufügen. Sie bewirkt eine Bindung von Schadstoffen und führt zu besserer Aufnahme von Nährstoffen. 

Im Akutfall kann ich dir Futterkohle auch sehr empfehlen, da sie sich in Pulverform sehr schön mit Nassfutter oder BARF kombiniert einsetzen lässt, und garantiert mit aufgenommen wird - ohne dass dein Vierbeiner die "lästigen" Kohletabletten schlucken muss.

Flohsamen bei Durchfall

Alternativ kannst du auch Flohsamen verwenden. Wichtig ist, dass es ein Stoff ist, der die Symptome lindert, aber nicht der Entgiftung entgegen wirkt. Viele Tierärzte empfehlen spezielles Diät-Trockenfutter gegen Durchfall. Das erfüllt zwar seinen Zweck, schädigt die Darmflora aber gerade oft nachhaltig und führt dazu, dass jeglicher Versuch scheitert, wieder etwas anderes als Trockenfutter aufzutischen.

Hierzu ein Auszug aus meinem Buch:


Ich hatte eine Konversation mit einer Tierärztin, die ich um Rat bezüglich meines Naturfutters bat. Ich war der Meinung, dass sie sich wohl auskennen müsste, da sie auch Kochrezepte für die richtige Ernährung nach Operationen bei Hunden und Katzen verteilte, und sich mit dem Auspendeln der richtigen Futtersorte beschäftigte.

Als ich sie nach Trockenfutter fragte, wurde mir das Dilemma bewusst, in dem sich die Tierärzteschaft befindet: Besitzer von Hunden und Katzen mit Durchfall wollen eine schnelle Lösung. Das sei der einzige Grund, meinte sie, warum sie oft zu Trockenfutter greife. Es wirkt. Weil es dem Durchfall mittels Wasserentzug Einhalt gebietet.

„Ja und die Keime, die eventuell den Durchfall verursacht haben?“, fragte ich sie ungläubig.

„Die sind selbstverständlich noch da. Es geht um den osmotischen, stopfenden Effekt“, meinte sie.


Sollte ich zum Tierarzt, wenn mein Hund Durchfall hat?

Nicht verzweifeln – es kann auch anders gehen:

Ich habe tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass es sich durchaus lohnt, bei Hunden, die angeblich bei Nassfutter immer Durchfall bekommen, eine Darmsanierung und anschließende Futterumstellung vorzunehmen. Der Durchfall stellt sich bei vorsichtiger Umstellung in den ersten 2-3 Tagen ein und plötzlich kann das Tier wieder gesundes Nassfutter fressen.

Grundsätzlich ist aber abzuwägen: Wenn der akute Flüssigkeitsverlust (z.B. bei alten, nierenkranken Hunden) zu einer extremen Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen würde, kannst du meiner Meinung nach auch mal eine Portion Trockenfutter in Kauf nehmen. Probier es aber in jedem Fall zuerst mit Kohletabletten und/oder Flohsamen. Zum Aufbau der Darmflora kannst du im Anschluss Heilmoor (auch: Moortränke) verwenden. Diese Mittel kannst du einfach unters Futter mischen.

Zum Aufbau der Darmflora verwendest du am besten Moortränke

Wann sollte ich mit dem Hund zum Tierarzt bei Durchfall?

Wichtig ist: Hat dein Hund zum allerersten Mal Durchfall, und du kannst es nicht einschätzen, wie "schlimm" das Krankheitsbild tatsächlich ist? Dann SOFORT ab zum Tierarzt.

Wenn es nicht dein erster Hund ist, du mit Moro'scher Karottensuppe, Kohletabletten, Futterkohle und Moortränke vertraut bist: Schau mal ob du es selbst in den Griff bekommst.

Eine tolle Anleitung, wann du wie schnell zum Tierarzt solltest bei Durchfall, findest du auf der Seite von Dr. Hölter "Akuter Durchfall beim Hund".

Als Faustregel für die Dauer des Durchfalls gilt:

Wenn der Durchfall länger als 3 Tage anhält – bei Junghunden und Welpen sowie Senioren ab 8 Jahren länger als 2 Tage – dann solltest du unverzüglich zum Tierarzt.

Bei immer wiederkehrenden, starken, vielleicht sogar mit Blut gemischten Durchfällen, kann es sich um eine chronische Darmerkrankung oder eine schwere Unverträglichkeit handeln.

Hier ist in JEDEM FALL der Tierarzt zu Rate zu ziehen!

Durchfall beim Welpen

Warum hat ein Welpe Durchfall? Wenn du gerade deinen 12-Wochen alten Welpen vom Züchter abgeholt hast, und er hat anfangs ein paar Probleme mit der Verdauung, kann das schon einmal sein. Es ist die Umgebung komplett neu, er bekommt vielleicht ein anderes Futter, das er nicht kennt, oder sogar kleine Unterschiede wie beispielsweise die Wasserhärte im Trinkwasser spielen oft eine Rolle. 

Durchfall beim Welpen

Auch Nervosität kann dafür verantwortlich sein, dass die ersten Tage des Welpen in der ungewohnten, neuen Heimat, etwas turbulenter für den Magen-Darm-Trakt verlaufen. 

Es können aber auch schwerwiegendere (teils erbliche) Erkrankungen dem Durchfall und/oder Erbrechen zugrunde liegen. Vielleicht hat sich der Welpe vor der Abfahrt beim Züchter noch ein Magen-Darm-Virus eingefangen? 

Hier die Schritte, die du unternehmen solltest, wenn dein Welpe Durchfall hat, und das länger andauert und dir aus irgendeinem Grund komisch vorkommt: 

  1. Kontaktiere den Züchter und frage ihn, ob sonst noch jemand aus dem Wurf regelmäßig oder andauernd Probleme mit der Verdauung hat
  2. Hat dir dein Züchter Futter mitgegeben? Hast du dieses verwendet? Wenn nein, könnte die Umstellung ein Grund für den Durchfall bei deinem Welpen sein.
  3. Ab zum Tierarzt: Am besten mit Kot-Probe im Gassi-Sackerl, um den Kot deines Welpen auf Parasiten zu untersuchen. Es wäre auch möglich, dass dein Welpe noch nicht (korrekt, ausreichend) entwurmt wurde, und daher die Verdauungsprobleme kommen.

Durchfall beim alten Hund 

Durchfall beim alten Hund

Wenn dein Hund schon älter ist, gehe lieber kein Risiko ein. Überlege dir, was du zuletzt gefüttert hast. Vielleicht warst du ja am Wochenende bei den Nachbarn zu Besuch, und die haben deinem Senior etwas falsches zu Fressen gegeben, was er nicht vertragen hat. 

Vielleicht bekommt er Kräuter zur Anregung der Verdauung (was man bei älteren Hunden ja hin und wieder gibt) und verträgt ein Kraut aus der Mischung überhaupt nicht?

Ruhe bewahren: Einfach erst mal alle Informationen zusammentragen, idealerweise eine Stuhlprobe mitnehmen, und ab zum Tierarzt. 

Im beruflichen Alltag habe ich immer wieder mit Hunden zu tun, die unter Durchfall oder starken Blähungen leiden. Nach Abklärung durch den Tierarzt ergibt sich oft, dass eine Fehlernährung der Grund ist, und keine gefährliche, chronische Darmerkrankung. Lies dir hierzu auf Facebook die Geschichte über Kiwi, die kleine Mischlingshündin, durch, der wir ausgezeichnet mittels einer Diätumstellung helfen konnten!