Dürfen Hunde Kartoffeln fressen?

Die kurze Antwort: Hunde dürfen bedenkenlos Kartoffeln fressen. Wie auch die Süßkartoffel findet sich die heimische Kartoffel in ganz vielen Speiseplänen von Hunden. Das kann als Bestandteil von Fertigfutter, als Zugabe zum BARFen oder auch in Form von Kartoffelpulver oder Kartoffelflocken als Bestandteil von Trockengemüse-Mischungen sein. 

Kartoffeln roh oder gekocht dem Hund füttern?

Achtung: wie auch für den Menschen ist die Kartoffel für den Hund im rohen Zustand völlig ungenießbar.

Auch hier gilt selbstverständlich, die Dosis macht das Gift, doch bei zu vielen Kartoffeln im rohen Zustand kann diese auch giftig für deinen Vierbeiner sein.

Die Dosis macht das Gift: Das gilt selbstverständlich auch für das Füttern roher Kartoffeln beim Hund!

Viele BARFer bestehen darauf, den Hund gänzlich ohne Kohlenhydrate zu füttern. Ich allerdings vertrete die Ansicht, dass Kohlenhydrate, Proteine, Fette und Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis gesund für den Hund sind, also solltest du den Anteil an Kohlenhydraten im Futter auch nicht unbedingt unter 30% halten.

Die Kartoffel kann auch als gesündere Alternative zum Getreide als Bestandteil in vielen Futtersorten gefunden werden. Viele Hunde vertragen keinen Weizen, oder auch keinen Reis, da kann es durchaus sinnvoll sein, ein Futter mit Kartoffel als Bestandteil zu wählen.

Dürfen Hunde Kartoffeln roh fressen? Warum ist rohe Kartoffel giftig für Hunde?

In der Schale, den Keimen und den grünen Teilen der Kartoffel wird Solanin zur Bekämpfung von Fäulniserregern produziert, was für den Hund in größeren Mengen giftig ist. Der Stoff bewirkt eine Umverteilung der Calcium-Konzentration innerhalb und außerhalb der Zellen, was zum Zelltod führt.

Der Stoff bewirkt unter anderem Erbrechen und Durchfall - als Entgiftungsreaktion des Körpers - beim Erwachsenen nach der Aufnahme von mehr als 200 mg, was etwa einem halben Kilogramm rohen Kartoffeln entspricht (zw. 30 und 50mg/100g bei kleinen, grünen Kartoffeln).

Für kleine Hunde können bereits 50-70g rohe, grüne Kartoffeln gefährlich werden

Das bedeutet, für deinen Hund können je nach Rasse und Gewicht bereits 50-70 Gramm rohe Kartoffeln (beispielsweise bei einem Zwergpudel, Havaneser oder Cavalier King Charles Spaniel) äußerst giftig sein.

Allergien auf Kartoffeln beim Hund

Bisher sind keine Allergien/Unverträglichkeiten auf Kartoffeln beim Hund bekannt. Wenn dir auffallen sollte, dass dein Hund nach dem Verzehr von Kartoffeln wiederholt Durchfall oder zumindest weichen Stuhlgang bekommen sollte, kläre dies aber bitte trotzdem mit deinem Tierarzt ab. 

Ausschlussdiät: Die Kartoffel als neutrale Kohlenhydratquelle

Im Zuge einer Ausschlussdiät wird die Kartoffel gerne als neutrales Kohlenhydrat zugegeben. Bei einer Ausschlussdiät versucht man, Unverträglichkeiten auf bestimmte Proteine herauszufinden, und füttert daher den Hund eine Zeitlang nur mit einer einzigen Sorte Protein. Zumeist wird hierbei ein Protein verwendet, das ansonsten in der Nahrung des Hundes nicht vorhanden ist, also beispielsweise Pferde-oder Ziegenfleisch.

Als Zugabe kann hier beispielsweise die Kartoffel, aber auch die Karotte oder Süßkartoffel verwendet werden. 

Dürfen Hunde Kartoffeln fressen?

Im Vergleich: Kartoffel und Süßkartoffel für Hunde

Kartoffeln haben einige positive Eigenschaften auf den Organismus. An erster Stelle stehen natürlich die Kohlenhydrate. Verzweigtkettige Kohlenhydrate, die erst aufgespalten werden müssen, und in der Verdauung etwas länger benötigen, um in den Blutkreislauf als Zucker aufgenommen zu werden.

Die Kartoffel hat im Vergleich zur Süßkartoffel wesentlich mehr Vitamin C, was zwar für den Hund nicht so wichtig ist (dieser produziert selbst in ausreichender Menge Vitamin C) aber für den Zweibeiner durchaus eine hilfreiche Information sein kann.

Untenstehend findest du eine Tabelle mit den Unterschieden zwischen Süßkartoffel und Kartoffel.

Quelle der Daten für die untenstehende Tabelle: Wikipedia-Artikel zur Süßkartoffel

Inhaltsstoff

Bezogen auf 100g

Süßkartoffel

gelbfleischig, roh, mit Haut

Kartoffel

Knolle, roh, mit Haut

Vitamin E

260 µg 

10 µg

Vitamin A

14187 IE 

0 IE

Beta-Carotin

8509 μg 

0 µg

Natrium

55 mg

6 mg

Calcium

30 mg

12 mg

Vitamin C

2,4 mg

19,7 mg

Was brauche ich alles zum Barfen?

Gerade beim BARFen erfreut sich die Süßkartoffel großer Beliebtheit. Klicke auf das Bild, um zum Artikel über BARF zu gelangen.

Kartoffel-Rezept

Kartoffel-Rezept für ein 750g Hundemenü: 


Dieses eignet sich für einen großen Hund zwischen 30 und 35kg Körpergewicht, oder wie bei uns, für unsere zwei Border-Damen Lou (Berti) und Grace mit 18 bzw. knapp 13kg Körpergewicht.

Du kennst dieses Rezept vielleicht schon aus meinem Süßkartoffel-Artikel. Wir vom Futterberatungs-Team haben es mit Kartoffeln für unsere Hunde ausprobiert, weil wir keine Süßkartoffeln zuhause hatten - meiner Hündin Grace hat es ebenso gut geschmeckt 😉
  • 200 g Thunfisch (oder eine andere gut pürierbare Eiweißquelle)
  • 200 g Hüttenkäse
  • 150 g Karotten
  • 200 g Kartoffel

Am besten schneidest du die Karotten und Kartoffeln zunächst in Streifen oder Würfel - dadurch sind sie schneller gar, und du musst nicht so lange warten. Gute 15-20 Minuten Kochzeit bei mittlerer bis hoher Stufe solltest du aber schon einplanen. 

Hier die Schritte bis zum fertigen Hundemenü: 

  1. Kleingeschnittene Kartoffel und Karotten ins kochende (nicht gesalzene!) Wasser 
  2. Thunfisch und Hüttenkäse in einem Gefäß (etwas höheres Tupper-Geschirr eignet sich) mit ganz wenig Wasser vermengen und mit einem Pürierstab zu einem Brei häckseln. Bedenke, dass das Gefäß auch noch Platz für die anderen Zutaten haben muss. Du kannst hierbei auch noch ein paar größere Stückchen übrig lassen, und deinem Vierbeiner das Verdauen überlassen.
  3. Kartoffeln und Karotten nach ca. 20 min abtropfen und hinzufügen. Wenn du dir mit der Kochdauer unsicher bist, achte darauf, dass sich beim Herausnehmen die Süßkartoffel mit einer Gabel recht leicht zerdrücken lässt, dann liegst du goldrichtig.
  4. Alles mit dem Pürierstab vermengen und ab damit in den Napf!
  5. Nach Bedarf und Geschmack darfst du übrigens gerne auch noch ein wenig Kokosöl oder Leinöl hinzugeben.


Lebensmittelallergien sind etwas, das schwer zu erkennen ist, es sei denn, man kennt die grundlegenden Informationen über diese Art von Allergie gut. Zu den Hauptsymptomen von Nahrungsmittelallergien bei Hunden gehören Juckreiz im Gesicht, Kauen auf den Gliedmaßen, Juckreiz am Bauch, wiederkehrende Ohr- oder Hautinfektionen.

Da die Hunde viel zubereitetes Nahrungsmittelmaterial konsumieren, das verschiedene Arten von Proteinen, Füllstoffen, Farbstoffen und mehr enthält, sind die Inzidenzen von Nahrungsmittelallergien in den kommerziellen Nahrungsmittelmaterialien mehr als man sich vorstellen kann. Allergische Reaktionen betreffen meist die Haut oder den Gastrointestinaltrakt.

Wenn Sie bei Ihrem Hund Juckreiz nach der Bereitstellung von bestimmten Lebensmittelmaterialien feststellen, dann vermuten Sie die Lebensmittelallergie bei diesem Tier. Zustände wie Pilzinfektionen müssen jedoch generell ausgeschlossen werden, bevor der Juckreiz als Anzeichen einer Lebensmittelallergie erkannt wird. Es gibt viele registrierte Inzidenzen von Allergien von Hunden gegen Mais oder Weizen. Die Nahrungsmittelallergien variieren jedoch von Hund zu Hund. Lesen Sie die Etiketten deutlich, bevor Sie Ihre Hunde bei solchen Gelegenheiten mit Heimtierfuttermitteln füttern.

Zu viel farbiges Futtermittel kann vermieden werden, da es Allergien bei Ihrem Hund auslösen kann. Futtermittelallergien stehen oft in Zusammenhang mit dem hyperaktiven Verhalten, das bei den Hunden festgestellt wird. Der Zusatz von Farbstoffen, Konservierungsstoffen und fettreicher Nahrung kann solche Nahrungsmittelallergien bei den Hunden auslösen. Daher muss man bei der Bereitstellung einer neuen Art von Nahrung für ihre Hunde vorsichtig sein und den Hund genau auf Anzeichen einer Allergie beobachten.

Es gibt viele Gelegenheiten, bei denen Nahrungsmittelallergien bei den Hunden diagnostiziert werden können, aber der Hund kann auch andere Probleme wie Pankreatitis haben. Um Nahrungsmittelallergien auszuschließen, sollten Sie Ihre Hunde jedes Mal, wenn Sie sie füttern, beobachten, nach Gründen suchen, die eine Verbindung zwischen den Anzeichen des Hundes und dem verabreichten Futter, den aufgetretenen spezifischen Anzeichen, der Differentialdiagnose usw. herstellen können.

Dürfen Hunde Süßkartoffeln fressen?

Die kurze Antwort: Ja, dürfen sie definitiv. Was die Süßkartoffel aber so attraktiv als Nahrungsmittel für Hunde macht, warum du sie auf jeden Fall in den Speiseplan deines Vierbeiners integrieren solltest, wenn sie noch nicht Teil davon ist, und was du auf jeden Fall noch nicht über die Süßkartoffel wusstest, erfährst du in diesem Artikel. 

Inhaltsstoffe von Süßkartoffeln, die für den Hund gut sind 

Süßkartoffeln haben einige positive Eigenschaften auf den Organismus. An erster Stelle stehen natürlich die Kohlenhydrate. Verzweigtkettige Kohlenhydrate, die erst aufgespalten werden müssen, und in der Verdauung etwas länger benötigen, um in den Blutkreislauf als Zucker aufgenommen zu werden.

Was du vielleicht nicht du wusstest: die Süßkartoffel hat auch einen hohen Faseranteil, und eignet sich somit perfekt als Ballaststoff-Lieferant. 

Ballaststoffe benötigst du vor allem, um den Darm bei der Verdauung und zu unterstützen. Außerdem können spezielle Bakterien im Darm des Hundes aus Faserstoffen wertvolle Fettsäuren synthetisieren, die wiederum einige positive Funktionen im Körper ausüben.

Im Vergleich zur normalen Kartoffel sticht die Süßkartoffel besonders durch hohe Werte bei Vitamin A, E und Beta-Carotin hervor. Aber auch der Anteil an Natrium und Calcium kann sich sehen lassen. Beim Anteil an Vitamin C hingegen schneidet die Kartoffel besser ab - was für deinen Vierbeiner aber relativ egal sein dürfte: Hunde können nämlich Vitamin C selbst synthetisieren und benötigen es nicht zusätzlich in der Nahrung.

Quelle der Daten für die untenstehende Tabelle: Wikipedia-Artikel zur Süßkartoffel

Inhaltsstoff

Bezogen auf 100g

Süßkartoffel

gelbfleischig, roh, mit Haut

Kartoffel

Knolle, roh, mit Haut

Vitamin E

260 µg 

10 µg

Vitamin A

14187 IE 

0 IE

Beta-Carotin

8509 μg 

0 µg

Natrium

55 mg

6 mg

Calcium

30 mg

12 mg

Vitamin C

2,4 mg

19,7 mg

Allergien des Hundes auf Süßkartoffeln

Bisher sind keine Allergien oder Unverträglichkeiten auf Süßkartoffeln bekannt. Meistens wird die Süßkartoffel auch er gefüttert, wenn dein Vierbeiner beispielsweise Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat, und aber eine passende Kohlenhydrat und Ballaststoffquelle gesucht wird. Vielfach wird ja Reis oder Getreide gefüttert, was ebenfalls einen hohen Kohlenhydratanteil hat. Reis- oder Getreide-Unverträglichkeiten sind allerdings relativ häufig. So ist die Süßkartoffel oft Teil des Speiseplans bei einer Ausschlussdiät.

Womit kann ich Süßkartoffel im Futter kombinieren?

Wenn du deinem Hund eine Süßkartoffel zubereitet, solltest Du selbstverständlich auch andere Bestandteile im Napf haben. Beliebt ist es, die Süßkartoffel mit anderen Wurzeln oder Knollen bzw Kräutern und Gemüsesorten zu pürieren. Sellerie, Kürbis, Spinat, Karotten oder auch grüner Salat (den dein Hund vielleicht sonst freiwillig nicht anrührt), eignen sich hier bestens. Auch kannst du noch Kokosöl/-fett beimengen.

Süßkartoffel roh oder gekocht?

Ist rohe Süßkartoffel giftig für den Hund?

Was man immer wieder liest ist, dass die Süßkartoffel im Gegensatz zur heimischen Kartoffel nicht zu den Nachtschattengewächsen gehört, und daher auch im rohen Zustand nicht giftig. Allerdings solltest du sowohl aufgrund der Verdaulichkeit als auch - natürlich - aufgrund des besseren Geschmacks, darauf achten, dass die Süßkartoffel vor Verzeht durch deine Fellnase komplett durchgegart ist.

Ist die Süßkartoffel in Hundefutter enthalten?

Großer Beliebtheit erfreut sich die Süßkartoffel vor allem beim Barfen bzw als Zugabe zu reinen Fleischdosen. Aber auch Hersteller von Fertigfutter bedienen sich öfters der Süßkartoffel, um eine größere Verdaulichkeit, ein Futter für Allergiker, oder einfach ein Trend-Lebensmittel als Aushängeschild auf der Verpackung bereitzustellen. 

Was brauche ich alles zum Barfen?

Gerade beim BARFen erfreut sich die Süßkartoffel großer Beliebtheit. Klicke auf das Bild, um zum Artikel über BARF zu gelangen.

Süßkartoffel-Rezept

Süßkartoffel-Rezept für ein 750g Hundemenü: 


Dieses eignet sich für einen großen Hund zwischen 30 und 35kg Körpergewicht, oder wie bei uns, für unsere zwei Border-Damen Lou (Berti) und Grace mit 18 bzw. knapp 13kg Körpergewicht.

  • 200 g Thunfisch (oder eine andere gut pürierbare Eiweißquelle)
  • 200 g Hüttenkäse
  • 150 g Karotten
  • 200 g Süßkartoffel

Am besten schneidest du die Karotten und Kartoffeln zunächst in Streifen oder Würfel - dadurch sind sie schneller gar, und du musst nicht so lange warten. Gute 15-20 Minuten Kochzeit bei mittlerer bis hoher Stufe solltest du aber schon einplanen. 

Hier die Schritte bis zum fertigen Hundemenü: 

  1. Kleingeschnittene Süßkartoffel und Karotten ins kochende (nicht gesalzene!) Wasser 
  2. Thunfisch und Hüttenkäse in einem Gefäß (etwas höheres Tupper-Geschirr eignet sich) mit ganz wenig Wasser vermengen und mit einem Pürierstab zu einem Brei häckseln. Bedenke, dass das Gefäß auch noch Platz für die anderen Zutaten haben muss. Du kannst hierbei auch noch ein paar größere Stückchen übrig lassen, und deinem Vierbeiner das Verdauen überlassen.
  3. Süßkartoffel und Karotten nach ca. 20 min abtropfen und hinzufügen. Wenn du dir mit der Kochdauer unsicher bist, achte darauf, dass sich beim Herausnehmen die Süßkartoffel mit einer Gabel recht leicht zerdrücken lässt, dann liegst du goldrichtig.
  4. Alles mit dem Pürierstab vermengen und ab damit in den Napf!
  5. Nach Bedarf und Geschmack darfst du übrigens gerne auch noch ein wenig Kokosöl oder Leinöl hinzugeben.


Probiers doch mal mit einer Ausschlussdiät beim Hund! Du kennst das? Dein Hund hat ständig Durchfall, nachdem er ein bestimmtes Futter bekommen hat? Du hast schon öfters die Marke gewechselt, aber es kommt trotzdem immer wieder vor, dass er das neue Futter nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr verträgt? Du hast beim Tierarzt schon eine Allergietestung gemacht, aber die hat nichts Relevantes ergeben, was dir weiterhelfen würde?

Ausschlussdiät beim Hund auf einen Blick

  • 3 Wochen lang NUR EINE Proteinquelle, die der Hund noch nie bekommen hat.
  • Es geht darum, das Allergen herauszufinden – nicht darum, die Diät beizubehalten!
  • Provokationstest muss sein: Wenn er positiv ist, dann besteht wirklich eine Unverträglichkeit.

Was ist eine Ausschlussdiät?

Immer etwas verschieden ausgelegt, doch über diese Eckpfeiler der Ausschlussdiät beim Hund sind sich Experten einig.

  • Dauer von 8-12 Wochen
  • Fütterung von allergenarmen Protein- und Kohlenhydratquellen (am besten etwas, das Hund noch nie bekommen hat)
  • Hinzufügen von einzelnen Faktoren bis Symptome entstehen, dann wieder weglassen
  • Provokationstest am Schluss mit altem Futter
  • Anschließend: Pläne mit „guten“ und „schlechten“ Nahrungsmitteln, selbst kochen am besten

Allergie beim Hund vs. Unverträglichkeit: Allergien sind eher selten, Unverträglichkeiten häufiger, können aber nicht stichhaltig durch Antikörper-Tests belegt werden.

4 Nährstoffe für die Ausschlussdiät beim Hund

Wie du vielleicht weißt, setzt sich unsere Nahrung – und die deines Hundes – aus 4 wesentlichen Nährstoffgruppen zusammen.

  • Eiweiße (Proteine)
  • Kohlenhydrate
  • Fette
  • Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe)

Allergiker-Hunde:

Wenn Hunde Allergien haben, richten sich diese gegen Eiweißbestandteile der Nahrung, Unverträglichkeiten im weiteren Sinn können durch Abbaustörungen (Lactose- und Fructose-Intoleranz) durch mangelnde oder nicht vorhandene Enzymaktivität hervorgerufen werden.

Allergien/Unverträglichkeiten gegen Fett sind keine bekannt, es sei denn es handelt sich um tierische Fette, die nicht ganz aufgereinigt wurden. Dann kann sich tierisches Gewebe, das eiweißhaltig ist, die Allergie auslösen. Vitamine und Mineralstoffe sind molekular gesehen so klein, dass keine Unverträglichkeiten auftreten.

Die Ausschlussdiät beim Hund orientiert sich also hauptsächlich an den beiden Nährstoffen Eiweiß und Kohlenhydrat. Wichtig: Bei dieser Ausschlussdiät werden zunächst allergiearme Proteine und Kohlenhydrate gefüttert, und, wenn diese vertragen werden, allmählich andere Bestandteile hinzugefügt.

Es geht dabei nicht darum, auf eine Schon-Diät umzustellen und diese beizubehalten, sondern herauszufinden, welcher Bestandteil Probleme macht!

Um eine hinreichende Ernährung deines Hundes während des gesamten Prozesses sicherzustellen, musst du nicht gänzlich auf Mikronährstoffe und Fette verzichten. Hanföl, Schwarzkümmelöl (Achtung, dieses übrigens nie für Katzen verwenden!!) und Distelöl, in Kombination mit geraspelten bzw. vorgegarten Karotten bilden eine gute Basis für die Fett- und Vitamin/Mineral-Versorgung des Hundes.

Garen senkt zusätzlich das allergene Potenzial von Nahrungsmitteln!

Am besten, du fütterst EINE Proteinquelle, die dein Hund noch nie bekommen hat, z.B. Elch, Lamm, Wild oder Pferd. Huhn hat sich in der Vergangenheit als gutes, allergenarmes Fleisch erwiesen, leider gibt es immer wieder Hunde, die selbst auf Hühnerfleisch allergisch sind bzw. diese nicht vertragen.

Ausschlussdiät beim Hund: Dalmatiner Beispiel

Gerade Dalmatiner neigen zu Futterunverträglichkeiten und Allergien!

Dauer und Vorgehen für die Ausschlussdiät beim Hund

Eine Dauer von mindestens 8 Wochen solltest du auf jeden Fall für die Ausschlussdiät beim Hund einplanen. Die Empfehlungen dazu variieren zwischen 4 und 12 Wochen, es kann sich aber auch über mehrere Monate ziehen. Denn die Testung neuer Futterbestandteile sollte immer 2-3 Wochen lang in derselben Zusammensetzung durchgeführt werden, abgebrochen wird der Test jeweils bei Auftreten einer Unverträglichkeitsreaktion.

Am längsten dauert die Ausschlussdiät also, wenn dein Hund besonders viele Lebensmittel gut verträgt.

In dieser Zeit darf dein Hund von niemandem etwas zugesteckt bekommen, keine Leckerlies unbekannter Zusammensetzung fressen (hier erfährst du alles über gutes Kauzeug) und auf der Straße oder beim Spaziergang nicht eigenmächtig auf „Beute“-Suche gehen. Es müssen alle mitmachen, sonst bringt das nichts.

Ein Praxisbeispiel: Eine meiner Kundinnen hat ein Lokal und ihr Hund ist immer zwischen den Tischen unterwegs. Es war äußerst schwierig, die Unverträglichkeit dieses Hundes auszutesten, da mindestens jeder zweite Gast ihm etwas vom Tisch zugesteckt hat. Und wenn schon nicht absichtlich, dann hat eben zufällig mal ein Kind gepatzt und den Bissen nicht bis in den eigenen Mund befördern können – der landete dann am Boden und damit im Maul des Hundes.

Es müssen ALLE mitmachen. Kinder, Partner, Freunde, Bekannte: Niemand darf dem Wauzi etwas Diätfremdes wie Leckerlis oder Essensreste verfüttern.

Die ersten drei Wochen nur eine Proteinquelle

In den ersten drei Wochen wird ausschließlich die Proteinquelle, die hoffentlich gut vertragen wird – also Elch, Wild, Pferd, etc. gefüttert. Anschließend darfst du Kohlenhydrate (Kartoffeln oder Reis) und ein Öl (von den oben genannten) hinzufügen.

In den nächsten Wochen werde ich eine Tabelle online stellen, in der die gängigsten allergenarmen Lebensmittel aufgelistet sind.

Lass unbedingt das Getreide weg.

Da eine der häufigsten Unverträglichkeiten eine Gluten-Unverträglichkeit (Weizenkleber) ist, kann ich dir nur dazu raten, es nicht mit Weizen, Roggen und Hafer als Kohlenhydrat-Quelle zu probieren. Das erspart dir eine Menge Ärger.

Lass unbedingt das Getreide weg!

Ist Fertigfutter für Hunde in Ordnung?

Ein ganz klares Jein. Wenn du Fertigfutter nimmst, dann wähle eines mit einer offenen Deklaration. Ganz wichtig ist, dass du weißt, was in dem Futter ist. Ich persönlich lege auch großen Wert auf Lebensmittelqualität, dadurch stellst du einigermaßen sicher, dass die Bestandteile nicht aus dubiosen Quellen kommen und unter Umständen gesundheitsschädlich sein können.

Das Häufigste, was dir bei Fertigfutter passieren wird, ist, dass du „Sorte Huhn“ kaufst, aber noch jede Menge vom Schwein, Rind, etc. dabei ist. Wähle also mit Bedacht dein Futter aus: Wenn du nicht selbst kochst, achte darauf, dass alle Bestandteile auf der Deklaration in der Liste für allergenarme Zutaten enthalten sind. So kannst du schon mal alle möglichen Komplikationen ausschließen.

Modernes Fertigfutter ist voll von Konservierungsstoffen und hydrolysierten Eiweißen. Die Hygienestandards sind außerdem extrem hoch, so dass wir kaum noch Kontakt zu natürlichen Allergenen haben. Auch unsere Hunde entwickeln dadurch zunehmend Allergien und Unverträglichkeiten. Oft hilft da nur noch die Vermeidung des Auslösers.

Diätfutter für Ausschlussdiät beim Allergiker-Hund

Tierärzte empfehlen oft spezielle Diätfutter. So schreibt der deutsche Tierarzt Dr. Joachim Hölter in seinem Beitrag über die Ausschlussdiät (siehe Quellen): „Am besten geeignet ist eine sogenannte hydrolysierte Diät. Alle in einem solchen Allergikerfutter enthaltenen Eiweiße sind so klein aufgespalten, dass sie vom Immunsystem nicht mehr erkannt werden, also auch keine allergische Reaktion auslösen können.“

Diese Meinung teile ich nicht.

In der Theorie funktioniert das, in der Praxis macht es für mich keinen Sinn, auf diesem Wege eine Ausschlussdiät durchzuführen. Es geht, wie gesagt, darum, die Allergene herauszufinden. Nicht darum, ein Futter eventuell für immer zu behalten – denn das ist gängige Praxis bei bequemen Hundehaltern – das im Labor derartig verändert wurde, dass es der Körper deines Vierbeiners nicht einmal mehr als tierisches Protein erkennt.

Durch die Behandlung und den chemischen Aufschluss der Proteine ist nichts mehr da, was als Antigen fungieren könnte. Mit Natur hat das nur leider nichts mehr zu tun!

Dahinter verbergen sich oft auch Bestandteile wie Hühnerfedern oder -klauen, die als tierische Nebenerzeugnisse sonst nicht verwertet werden könnten. Durch das sogenannte „Hydrolysieren“ macht man diese Abfälle quasi verdaulich, und verkauft sie teuer als klinisch getestetes Diätfutter. Lies dazu Punkt 13: Tierische Nebenerzeugnisse in meinem kostenlosen eBook.

Nach der Ausschlussdiät – was kommt in den Futternapf?

Provokationstest: Das alte Futter wird wieder gegeben, um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um eine Unverträglichkeit handelt.

Wenn du einen positiven Provokationstest durchgeführt hast – also deinem Hund sein altes Futter vorgesetzt hast, und er eine Reaktion wie Durchfall oder Ausschlag gezeigt hat – dann ist es an der Zeit, deine Fütterung anzupassen. Mittels Ausschluss allergener Bestandteile, Hinzufügen von neuen Nahrungsmitteln und Belassen der verträglichen, solltest du auf eine Liste von guten und schlechten Kohlenhydraten und Proteinen gekommen sein.

Die guten fütterst du fortan, die schlechten nie wieder. (Hier findest du noch ein paar gute Tipps von meiner Kollegin Anke Jobi)

So einfach ist das.

Wenn du während der Diät selbst für deinen Hund gekocht hast, kannst du das gerne weiterhin tun. Wenn du das nicht möchtest, such dir ein Fertigfutter wie im obigen Abschnitt beschrieben.

Qualität und offene Futterdeklaration sind wichtig, damit du die Zusammensetzung auf „schlechte“ Bestandteile checken kannst.

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Quellen zur Recherche und zur weiteren Vertiefung, wenn dich das Thema Allergie beim Hund interessiert:

Barfino AusschlussdiätDr. Hölter Ausschlussdiät Hunderatgeber Anke Jobi Clean Feeding Ausschlussdiät + Nachsorge Allergien beim Hund, Dr.med.vet. Vera Biber