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In der folgenden Zusammenfassung habe ich dir 5 der wichtigsten Gründe aufgelistet, warum du darüber nachdenken solltest, ob du wirklich ausschließlich Trockenfutter füttern möchtest.

Ist jedes Trockenfutter schlecht?

Nein, nicht jedes Trockenfutter ist automatisch schlecht. Aber diese 20 Gründe treffen definitiv auf jedes Trockenfutter zu. Sie sollen dir einfach helfen, zu entscheiden, was für deinen Vierbeiner das Beste ist.

Bedeutet das, dass ich gar kein Trockenfutter füttern sollte?

Viele Hundehalter (psst, uns eingeschlossen….) verwenden zum Trainieren manchmal Trockenfutter, einfach weil die Portionierung optimal ist, und manche Trockenfutter unseren Hunden einfach super gut schmecken – was nicht zuletzt auf die Geschmacks- und Konservierungsstoffe sowie Fett als großen Bestandteil zurückzuführen ist.

Ich bin der Meinung, dass vor allem die Basis passen muss. Die Grundnahrung deines Hundes sollte niemals rein auf Trockenfutter basieren, aber genauso wie du nicht von gelegentlichen McDonalds-Besuchen krank wirst, bekommt dein Hund plötzlich Diabetes weil er mal ein Trockenfutter mit Rübentrockenschnitzeln gefressen hat.

5 Gründe gegen Trockenfutter – gibt es noch mehr?

Ja, es gibt definitiv noch mehr! Ich habe insgesamt 50 dieser Gründe in meiner Recherche aufgelistet. Du kannst sie als eBook gesammelt herunterladen, wenn du dich für meinen Newsletter für gesundheitsbewusste Hundehalter(innen) anmeldest. Ich freue mich darauf, dich in der Community begrüßen zu dürfen!

getreide futter
Leider ist in den meisten Trockenfuttern ZU viel Getreide enthalten

Grund 1: Getreide im Hundefutter

Vor Jahrtausenden kultivierten wir Menschen Getreide als Nutzpflanze. Dieser Schritt markierte unseren Übertritt vom Jäger und Sammler zum Ackerbau betreibenden Bewohner von Dörfern. Genauer gesagt lässt sich damit der Beginn unserer Zivilisation verzeichnen. Es war plötzlich vorteilhafter, sich zusammenzuschließen und gemeinsam Ackerland zu bewirtschaften, als allein umherzuziehen und sich um eventuell vorhandenes Beutewild zu streiten. 

Der Beginn des menschlichen Sozialkonstruktes „Dorf“ im Sinne eines Zusammenlebens war geboren. Der Wolf allerdings feierte keine Party im Mais- oder Weizenfeld. Die Domestizierung des Wolfes machte es ihm möglich, durch den Verzehr der Nahrungsbestandteile, die der Mensch nicht mehr essen wollte, an geregelte Mahlzeiten zu gelangen. Langsam stellte sich der Wolf auf die Besonderheiten ein, die die menschliche Ernährung mit sich brachte, ging weniger jagen und konnte schließlich durch eine angepasste Darmflora notfalls auch Getreide verdauen. Der moderne Hund ähnelt also immer mehr dem Omnivoren Mensch – doch mit der Futtermittelindustrie konnte er nicht rechnen. 

Viele Hunde entwickeln zunehmend Hautausschläge und unerklärliche, bisher noch nie dagewesene Allergien. Selbstverständlich ist ein Teil davon auf Überzüchtung zurückzuführen. Ein weiterer großer Teil jedoch geht auf den hohen Anteil von Weizen und dessen Bestandteil Gluten zurück, denn den großen Futtermittelherstellern ist es meist egal, ob der Hund Getreide prinzipiell als „Notration“ sieht, oder als Hauptnahrungsmittel. „Der Hund kann Getreide verdauen, also verwenden wir es“ – dachten sich schlaue Hersteller, und konnten fortan jede Menge Geld sparen. Warum pflanzliches Protein nicht optimal ist, und was es mit der Entstehung von Giftstoffen wie Ammoniak zu tun hat, erfährst du in meinem eBook

Grund 2: Zu viel Zucker im Trockenfutter

Rate mal, welche Rübe hier verwendet wird? Auf manchen Trockenfuttern steht beispielsweise auch „Rübentrockenschnitzel, entzuckert“. Die Argumentation der Hersteller ist, dass der faserige Anteil der Rübe sich gut als Ballaststoff eignet, und eine ausgewogene Ernährung für Hunde auch aus eben solchen bestehen muss. Ballaststoffe sind die unverdaulichen Inhaltsstoffe und können – anders als Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße – vom Körper nicht abgebaut werden, z.B. weil ihm die Enzyme fehlen. Studien haben allerdings ergeben, dass maximal 5 Prozent des Futters aus Ballaststoffen bestehen sollten. In einer handelsüblichen Deklaration wirst du zwar keine Prozentangaben explizit zur Zuckerrübe finden, allerdings lässt sich der Komposition der übrigen Bestandteile entnehmen, dass der Faseranteil längst durch Inhaltsstoffe wie Getreide (vermutlich auch noch an erster Stelle) abgedeckt ist.

Eine recht schöne Zusammenfassung bezüglich verschiedener Deklarationen findest du hier. Das obige Bild ist ein Screenshot von der offiziellen Website eines bekannten Futtermittelherstellers. In der Quellenangabe findest du den Link zum Hersteller.  

Ach ja: Selbstverständlich handelt es sich um die Zuckerrübe. 

zucker futter

Grund 3: Zu viel Fett im Industriefutter

Fett wird oft zur Konservierung sowie als billiger Energieträger eingesetzt. Besonders fetthaltiges Fertigfutter kann zur gefürchteten Magendrehung zumindest beitragen. Insbesondere wenn es sich um eine besonders große Hunderasse (Briard, Deutsche Dogge, …) handelt, ist hier Vorsicht geboten: Achte unbedingt darauf, dass sich in den ersten drei Wörtern der Inhaltsangabe deines Futters nicht das Wort „Fett“ verbirgt.

Leistungshunde brauchen Fett: Selbstverständlich ist Fett in manchen Fällen brauchbar und selbstverständlich nicht zu unterschätzen als Energieträger. Gerade Windhunde in der Rennsaison, oder Schlittenhunde benötigen eine erhöhte Kalorienzufuhr, die sich am besten durch einen erhöhten Fettanteil im Futter realisieren lässt. Ich würde also nicht generell Fett verteufeln, sondern höchstens die Anwendung in der Industrie. Auch gute Fette wie Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Leinöl oder Hanföl vorkommen, benötigen Hund und Katze. Zum Aufbau einer Isolierschicht im Winter, als Baufett, ist der Stoff durchaus wertvoll. Wichtig ist, dass der Anteil an ungesättigten Fettsäuren den der gesättigten überwiegt. Gesättigte Fettsäuren können nämlich einzig und allein als Energieträger genutzt werden.

Grund 4: Mais im Trockenfutter

Mais im Futter. Ein klassischer Fall von Getreide-Alarm. Da Mais eine billige Kohlenhydrat- und Eiweißquelle ist, und daher zumindest aus Sicht der Futterindustrie die ideale Ergänzung zu „Nebenerzeugnissen“ aller Art zu sein scheint, findet sich auch dieser immer öfter in klassischen Trockenfuttern. Warum ist aber Mais auf meiner Abschussliste? Als tryptophanarmer Katecholamin-Dämpfer hat er zwei bedeutende (Neben-)Wirkungen.

Tryptophan – das Schlüsselmolekül

Einerseits ist Tryptophan der Ausgangsstoff für das körpereigene Anti-Stress-Hormon Serotonin: Bekannt ist es unter anderem durch seine Eigenschaften im menschlichen Organismus geworden, wo bekannterweise sogenannte „Serotonin-Wiederaufnahmehemmer“ als Medikation für depressive Patienten eingesetzt werden. 

Ein relativer Mangel an Tryptophan führt zu einer Verringerung des Serotoninspiegels im Blut und kann so gerade bei ängstlichen, gestressten Hunden zu einer Verschlimmerung der Symptomatik führen. Ein mehr oder minder positiver Nebeneffekt ist das Vorhandensein eines Emzyms, das die Katecholaminproduktion hemmt (Adrenalin, Noradrenalin) und so wiederum die hauptsächlichen Stresshormone ebenfalls herabsetzt. Das kann Abhilfe schaffen, wenn du Herrchen oder Frauchen eines Balljunkies bist. Stell dir aber mal einen alten, trägen Hund vor, der dazu noch eine depressive Verstimmung aufweist. Denkst du, es ist sinnvoll, einem solchen Hund ein Nahrungsmittel vorzusetzen, das sowohl seinen Serotoninspiegel senkt, als auch seine Antriebshormone? Wohl eher nicht. Daher ist Mais im Futter mit Vorsicht zu genießen, gar beinahe als Arzneimittel zu sehen. 

Dosis facit venenum, wie der Lateiner sagt. Die Dosis macht das Gift.  

mais futter
Mais im Futter ist nicht ideal – meist wird auch noch zu viel davon verwendet…

Grund 5: Industriefutter ist meist in „Futtermittelqualität“

Die European Food Safety Authority ist die Anlaufstelle in Europa was Lebensmittelsicherheit angeht. 

„Wir leisten unabhängige wissenschaftliche Beratung für Europas Entscheidungsträger im Bereich der Lebensmittelsicherheit“, beschreibt sich die Institution selbst. Besonders liegen der Organisation auch gesunde Futtermittel am Herzen: 

„So wurde etwa 2001 die Verwendung von Fleisch- und Knochenmehl von Säugetieren in sämtlichen Futtermitteln für Nutztiere in der EU verboten, da dieses mit der Verbreitung der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) bei Rindern in Verbindung gebracht worden war und BSE-infiziertes Fleisch mit der Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD) bei Menschen assoziiert wurde.“ 

Seit dem BSE-Skandal wurde also vermehrt Wert auf die Sicherheit von Lebensmitteln geachtet – dafür musste die Qualität der Futtermittel insofern verbessert werden, als dass z.B. an Rinder keine Rinder mehr verfüttert werden durften, die eventuell mit Prionen infiziert waren. Was für Nutztier-Futtermittel konsequent umgesetzt wurde, ist für Haustiere noch nicht Standard. Weiter oben hast du gelernt, dass in Hundefutter auch heute noch Tiermehle verarbeitet werden. Während also in Futtermitteln für Nutztiere nun die Gefahr von BSE weitgehend ausgeräumt werden konnte, hat diese Sicherheitsrichtlinie auf das Futter von unseren Haustieren keinen Einfluss. 

Überspitzt formuliert: Um auf Nummer sicher zu gehen, kauf lieber Futter in Lebensmittelqualität – dann bekommt dein Hund auch kein BSE.

Wie viele Knochen darf ein Hund eigentlich bekommen? Braucht dein Hund Trockenfutter zur Zahnreinigung? Und warum solltest du Karotten füttern? Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Artikel.

Leckerli-Guide: Kurzfassung

  • Probiers mal mit Karotten als Leckerli
  • Nicht zu viele Knochen – führt zu Verstopfung
  • Nicht zwischendurch sondern nur beim Training: Leckerlis bitte sparsam verwenden

Welche Kauartikel gibt es?

Wofür brauchst du überhaupt Kauartikel? Kauartikel lassen sich grob einteilen in Leckerlis und tatsächliche KAU-Artikel. Die einen dienen der Beschäftigung und Zahnreinigung deines Vierbeiners, die anderen sollen zur Belohnung eingesetzt werden.

Das Beitragsbild zeigt übrigens so ziemlich den absoulten Super-GAU (größten anzunehmenden Unsinn) den du deinem Hund verfüttern kannst. Bitte nimm Abstand von solchen Kalorienbomben – die taugen weder zur Beschäftigung noch zur Belohnung. Auch dann nicht kaufen, wenn es in deinem Lieblings-Futtermarkt im Sonderangebot ist.

ACHTUNG Titelbild: So etwas bitte nicht verfüttern, außer du willst deinen Hund bestrafen – mit Diabetes.

Merke: Leckerlis ohne Zucker, ohne Getreide und ohne Aromastoffe sollten Voraussetzung sein.

Warum? Das hat den einfachen Hintergrund, dass dein Hund darauf herumkaut. Sie haben damit eine lange Verweildauer im Maul – und sind damit ein Nährboden für Zucker verwertende Bakterien. Sie können so die Entstehung von Zahnstein begünstigen.

Für alle Kauartikel gilt: Auch wenn sie zuckerfrei sind, haben sie (bedingt durch den hohen Fett- und Proteinanteil) Kalorien. Bitte berücksichtige diese Tatsache bei der Fütterung und reduziere dementsprechend die Futtermenge!

Zahnreinigung

Dieses Thema beschäftigt mich immer wieder. Halter, die ihren Lieblingen Dentas***** zum Kauen geben, weil diese ja so gut für die Zahnreinigung sind. Das sind dann meistens Hunde, die ohnehin ihre Trockenfutterschüssel tagsüber zur freien Verfügung haben.

Wenn doch aber laut gängiger Meinung der Hund Trockenfutter zur Zahnreinigung braucht, wieso bekommt er dann noch so einen Chemie-Knochen und hat danach immer noch ein strahlend gelbes Gebiss? Ganz einfach: Weil beides nicht hilft.

Vielleicht weißt du ja schon aus meinem Buch, warum Trockenfutter zur Zahnreinigung definitiv nicht geeignet ist. Wenn nicht: Du kannst es unter Punkt 27:Zahnpflege in meinem GRATIS eBook nachlesen.

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Zur Zahnreinigung eignen sich am besten

  1. Größere, frische Fleischstücke, die dein Hund nicht gleich hinunterschluckt sondern kauen muss,
  2. Knochen, und zwar richtige, von echten Tieren – nicht die Schmalspurknochen aus dem Fressnapf, die als Hauptbestandteil Getreide in der Deklaration aufweisen.ACHTUNG: Bitte nicht mehr als einen Knochen (Größe des Knochens so abgestimmt, dass ihn der Hund innerhalb einiger Stunden zerlegen kann, ein Pferdeknochen für einen Chihuahua ist überdimensioniert) pro Woche, wenn nicht noch seltener.Da der sehr hohe Kalziumgehalt zu Verstopfung führen kann, gib deinem Hund bitte zur Zahnreinigung bitte nicht ausschließlich Knochen.
  3. Ochsenziemer, Lammohren, Trockenfleisch, alles was hart und faserig ist und keinen Zucker enthält.ACHTUNG: Beachte, dass diese Form von Kauartikeln sehr viel Fett enthält. Daher bitte nicht mehr als 2 am Tag, bei kleinen Hunden unter 10 Kilo Körpergewicht muss ein Ochsenziemer, Lammohr oder ein Stück Trockenfleisch reichen.

Absoluter Geheimtipp: Wenn dein Hund sie annimmt, gib ihm doch hin und wieder Karotten. Die machen nicht dick, haben keinen Zucker und sind gut für die Verdauung.

Probiers mal mit einer Karotte. Die enthält keinen Zucker und ist außerdem gut für die Verdauung!

Leckerli für Hunde

Dieser Hund hat gerade einen ausgezeichneten orangen Knochen gefressen. Er hat nicht mal gemerkt, dass Herrchen „Karotte“ dazu sagt.

Leckerli zur Beschäftigung

So ziemlich alle Leckerlis die ich dir oben im Bereich Zahnreinigung aufgelistet habe, eignen sich ebenfalls zur Beschäftigung deines Hundes. Was geht noch? Schweinsnasen, frische Hasen- oder Lammohren, jegliche Form von Gemüse, hin und wieder einen Apfel. Es geht ja nur darum, dass Bello beschäftigt ist, während du etwas anderes machst. Zum Beispiel das BARF-Menü für die kommende Woche herrichten.

Leckerli für Hunde als Belohnung zwischendurch

Die meisten Hunde, die zu dick sind, bekommen zu viele Leckerlis. Die erste Maßnahme, die ich ergreife, wenn sich ein Kunde bei mir meldet weil sein Hund abnehmen muss: Ich streiche sämtliche Leckerlis vom Speiseplan des Hundes.

Das erscheint vielen Frauchen und Herrchen unglaublich hart und ungerecht, „weil der Kleine doch so süß schaut“, aber es muss sein. Leckerlis zwischendurch sind eine Unart, die leider nicht aus den Köpfen der Menschen zu bringen ist.

Trainiere unbedingt mit deinem Hund für die „Leckerlis zwischendurch“. Wenn er arbeitet, verbraucht er Kalorien, und muss sich die Belohnung verdienen. Das hat zum einen praktische Gründe – das Tier wird nicht adipös – und andererseits einen positiven psychologischen Effekt: Das Training wird interessanter.

Übrigens: Du musst nicht mit Leckerlis trainieren. Der Fokus deiner Fellnase soll schließlich nicht ständig auf deiner Hand (und dem vermeintlich darin befindlichen Snack) liegen, am besten sieht sie dich dienstbeflissen die ganze Zeit an. Wie du das erreichst, erfährst du vom Hundetrainer deines Vertrauens.

Wenn du aber Leckerlis fütterst, dann bitte trainiere auch mit deinem Hund dabei.

Wenn Leckerlis, dann Training. Sonst wird dein Hund nur dick und faul.

Was sollst du nun besorgen, wenn du das nächste Mal im Geschäft stehst? Schau dir in jedem Fall die Deklaration an. Wenn es sich wirklich um 90-100 Prozent Fleisch oder Knochen handelt, und zumindest kein Zucker und Getreide drin sind, dann kannst du bedenkenlos zugreifen.

Schau doch auch mal in unserem Shop vorbei: Vielleicht wirst du da ja fündig?

In unserem Online-Shop gibt es ausgezeichnete Kauartikel. Schau doch mal vorbei, vielleicht findest du ja was Schönes!