Einträge von Dominik Panosch

5 Analytische Bestandteile von Hundefutter

Analytische Bestandteile von Hundefutter – ein wichtiges Thema in der Futterberatung: Warum Rohasche im Hundefutter ist, wollte kürzlich eine erboste Kundin von mir wissen. „Das hat sicher wieder mit der Entsorgungsindustrie zu tun, Sie sind ja nicht besser als alle anderen“. Was Rohasche, Rohprotein, und Rohfaser bedeuten, und warum diese Angaben auf einer Futter-Verpackung notwendig […]

Wie viel Fleisch braucht mein Hund wirklich?

Autor: Der Futtermann.

Die Diskussionen um den Fleischanteil reißen nicht ab. Immer mehr Leute haben sich dem BARF-Lifestyle angeschlossen. Daneben gibt es Menschen, die ihren Hund ganz vegan ernähren. Was stimmt? Wie viel Fleisch sollte dein Futter beinhalten, damit es gesund für deinen Vierbeiner ist?

Inhalt des Artikels auf einen Blick zusammengefasst

  • Reine Fleischdosen sind nicht als Alleinfuttermittel geeignet

  • Ich persönlich verfüttere pro Ration etwa 50 Prozent Fleisch

  • Welpen und Senioren benötigen hochwertiges Eiweiß - mit Fleisch liegst du hier goldrichtig

Fleisch für Hunde – und was ist eigentlich BARF?

Streng genommen steht der Begriff “Fleisch” für Skelettmuskulatur und manche Organe. Es handelt sich um die Teile des Nutztieres, die konsumiert werden können. Du musst jetzt aber nicht unbedingt barfen, um deinem Hund die optimale Ernährung zur Verfügung zu stellen. Im Gegenteil: BARF ist zum Lifestyle-Projekt geworden.

Weil es als “in” gilt, seinen Hund zu barfen, kauft sich heutzutage gefühlt jeder zweite auf dem Hundeplatz Rinderpansen und Kopffleisch vom Metzger und klopft sich selbst auf die Schulter, weil er so ein tolles neues Fütterungskonzept entdeckt hat. BARF birgt auch gesundheitliche Risiken. Nicht, weil diese Form der Ernährung an sich schlecht wäre, sondern weil es zu viele Amateure gibt, die sich nicht auskennen.

Generell gilt: Eine bedarfsgerechte Rohfütterung erfordert Kenntnisse in Tierernährung und Futtermittelkunde. – Artikel der Tierklinik Ismaning zum Thema BARF

Alles, was du über BARFen wissen musst

Alles, was du zum Thema BARFen wissen musst, erfährst du im Blogartikel unserer lieben Manuela. Sie ist Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen mit Fokus auf Rohfleischfütterung. Klicke dazu einfach auf das Bild.

Was bedeutet Fleischanteil im Hundefutter?

Die Bezeichnung Fleischanteil im Futter bezieht sich meist auf die tierischen Bestandteile, also Muskel und Innereien. Der Fleischanteil ist unter Kennern immer mehr zur Messgröße geworden: Je höher der Fleischanteil, desto besser angeblich die Qualität des Futters. Aber stimmt das denn auch? Die Antwort ist ein klares Jein.

Hoher Fleischanteil bedeutet nicht automatisch bessere Qualität des Hundefutters!

Um das teure Fleisch zu sparen, begann man etwa in den 1960er Jahren, vermehrt tierisches durch pflanzliches Eiweiß zu ersetzen. Besonders beliebt waren weizenhaltige Trockenfutter, Mais und Soja hielten einige Zeit später Einzug. In den letzten 5-10 Jahren fand ein Umdenken statt: Wieder mehr Fleisch für den Hund, Getreide wurde für alle Allergien verantwortlich gemacht und die Fleischanteile wanderten von 20 Prozent hinauf bis auf etwa 90 Prozent. Kürzlich habe ich sogar eine Futterdose mit 100 Prozent Fleisch entdeckt. Achtung: Diese Dosen sind nicht als Alleinfuttermittel geeignet. Wie beim oben genannten “Lifestyle-Barfer” kann auch hier einiges schief gehen, wenn du nicht noch andere Zutaten verwendest.

Reine Fleisch-Dosen sind nicht als Alleinfuttermittel geeignet.

Was ist also der optimale Fleischanteil für Hunde?

Hier stellt sich für mich die Frage: Braucht ein Hund überhaupt so viel Fleisch? Und ist das wirklich so gut für den Hund, wenn er “nur” Fleisch bekommt? Laut diesem Artikel – und das sind immerhin schon Mainstream-Medien, also etwas, das wirklich als Allgemeinwissen gelten darf – ist Fleisch nicht als reines Alleinfuttermittel geeignet.

„Eine artgerechte Ernährung besteht zu ungefähr 50 bis 70 Prozent aus Fleisch“, sagt Tierernährungsberaterin Heidi Herrmann aus Kumhausen.

50-70 Prozent, wer bietet mehr?

Ich persönlich ernähre meinen Hund auf Dosen-BARF-Basis. Das heißt, ich beziehe mein Futter von einem vertrauenswürdigen Hersteller, der einen hohen Fleischanteil in Lebensmittelqualität garantiert, und gebe je nach Aktivität meiner Hündin und der Jahreszeit noch Kohlenhydrate, Gemüse, Obst, hin und wieder ein Ei oder eine Knoblauchzehe bei. So komme ich auf einen Fleischanteil von etwa 50 Prozent.

Damit teile ich die Meinung meiner Kollegin Anke Jobi – auch sie ist keine BARF-Verfechterin sondern achtet vor allem darauf, dass die Zusammensetzung der Nährstoffe passt.

Ich persönlich verfüttere einen Fleischanteil von etwa 50%

Wie der Wolf zum Hund wurde - Vortrag vom Futtermann

Wie der Wolf zum Hund wurde: Über Klick auf diese Bild kommst du zu meinem Vortrag auf der Frühjahrsmesse in Innsbruck

Stärke-Verdauung als Unterscheidung zum Wolf

Hunde leben bereits so lange beim Menschen, dass sie sich sogar genetisch angepasst haben. Zu diesem Schluss kam eine Gruppe von Forschern um Erik Axelsson von der Universität Uppsala. Ihre Bauchspeicheldrüse ist so gepolt, dass sie mehr Amylase produziert, also Stärke verdauendes Enzym, als das noch beim Wolf der Fall war. Außerdem wird dieses Gen mit geringerer Aggressivität des domestizierten Hundes in Verbindung gebracht. Auch das spricht dafür, dass die Anpassung an die Lebensweise des Menschen den Hund vom Wolf entfremdete.

Welcher Hund braucht eigentlich besonders viel Fleisch?

“Welpen brauchen weniger Eiweiß”

Diese Behauptung ist falsch. Lies hierzu bitte den Artikel Welpenfütterung im Großstadt-Rudel. Hunde im Wachstum, also Junghunde und Welpen, benötigen auf ihr Gewicht bezogen den höchsten Fleischanteil – dicht gefolgt von laktierenden (also säugenden) Hündinnen, die jede Menge Proteine mit der Milch abgeben.

Übrigens: Diese Argumente höre ich im Berufsalltag fast täglich. Doch dass Welpen und Senioren NICHT weniger Eiweiß brauchen, liegt auf der Hand. Trotzdem bekommen sie oft (minderwertiges) Trockenfutter. Lies darüber am besten in meinem GRATIS eBook.

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“Senioren brauchen weniger Fleisch”

Humbug. Gerade zur Erhaltung des körpereigenen Gewebes ist es von essenzieller Wichtigkeit, dass gerade ältere Hunde fleischhaltiges Futter bekommen. Senioren benötigen auch nicht unbedingt mehr Fleisch, aber die Qualität des Futters ist ganz entscheidend. Hochwertige, leichtverdauliche Proteinquellen, am besten nicht zu große Stücke und wenn möglich auch noch vorgegart.

Welpen und Senioren brauchen hochwertiges Eiweiß – mit Fleisch liegst du hier goldrichtig!

Die besten Tipps zur Welpenfütterung (2021)

Da ich bereits viele Anfragen zu diesem Thema bekommen habe, hier eine kurze Zusammenfassung zu den 5 wichtigsten Prinzipien in der Welpenfütterung. Wenn du das verstanden hast, kann schon mal nicht mehr so viel bei der Aufzucht schief gehen! Der folgende Artikel bezieht sich auf das Thema Welpenfutter ALLGEMEIN. Wenn du etwas über BARFen beim […]

Ballaststoffe: alles Andere als Füllstoffe

Autor: Der Futtermann.

Erstmalig veröffentlicht wurde dieser Artikel in der Mein Herz bellt #21 - wenn du das Magazin noch nicht kennst, schau unbedingt mal rein! Anja macht einen tollen Job und freut sich über neue Leser und -innen.

SO, nun aber zum eigentlichen Artikel...

Schäferhund Rex macht einen extrem hellen Haufen, der kaum mit dem Sackerl aufzunehmen ist und eine gelblich-breiige Konsistenz hat?

Oder er hat extrem festen Kot, den er kaum absetzen kann, und du fragst dich, was ihm Abhilfe verschaffen könnte? In beiden Fällen haben wir es mit einem falschen Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung des Vierbeiners zu tun. Warum das so ist und wie es genau zu diesen Symptomen kommt, erfährst du in diesem Artikel.

FAST FACTS: Ballaststoffe

  • Ein zu hoher Ballaststoffanteil kann Durchfall begünstigen
  • Der Rohfaseranteil im Futter sollte bei 2-4%, nicht aber bei 5% liegen
  • Diätfutter kann Heißhungerattacken auslösen
  • Äpfel können den Cholesterinspiegel senken

Die Bedeutung der Ballaststoffe

Ballaststoffe sind der Anteil der Nahrung, die bis vor einigen Jahren als „Ballast“, sprich wertloser und unverdaulicher Teil unserer Mahlzeiten (bzw. der des Hundes) angesehen wurden. Neuere Studien gehen davon aus, dass weit mehr hinter dem bislang als wertlos befundenen Material steckt. Der sogenannte Ballast erfüllt wichtige regulatorische Funktionen im Darm, trägt zur Entzündungshemmung im gesamten Organismus bei und dient als Nahrung für Darmbakterien, die deinem Hund helfen, viele Nährstoffe aufzunehmen, die sonst unverdaut wieder ausgeschieden würden. Du siehst also: Die Bedeutung der Ballaststoffe – auch diätetische Fasern oder Rohfaser genannt – ist immens.

ACHTUNG:

Auch in diesem Artikel sprechen wir immer über die Unterstützung der Vitalfunktionen von gesunden Hunden. Nimm meine Tipps nicht als Behandlungsempfehlung für kranke Hunde sondern lass dich am besten immer durch einen Tierarzt beraten.

Arten von Ballaststoffen:

Ballaststoffe sind eine spezielle Form von Kohlenhydraten, sogenannte Mehrfachzucker, die vorwiegend in pflanzlichen Nahrungsbestandteilen vorkommen. Eingeteilt werden sie in wasserlösliche (Pektine, Alginate) und wasserunlösliche (Zellulose, Hemizellulose) Mehrfachzucker. Der Körper des Hundes enthält keine Enzyme, die direkt aus diesen Mehrfachzuckern Energie gewinnen können – durch ihre hohe Quellfähigkeit können sie sich aber positiv auf die Verdauung auswirken.

Warum sind Ballaststoffe wichtig für die Verdauung?

Die beschleunigte Darmpassage durch die Quellstoffe verhindert negative Effekte durch zu starke Gärung des Futters im Dickdarm. Dadurch entstehen weniger Abbaustoffe, die durch die Leber entgiftet werden müssen.

Ein zu hoher Ballaststoffanteil kann Durchfall begünstigen!

Achtung: Eine zu rasche Darmpassage begünstigt jedoch breiigen Kot bis hin zu Durchfall. In den beiden Beispielen von oben war der helle, breiige Kot vermutlich durch einen zu hohen Ballaststoffanteil in Form von Getreide bedingt, der Verstopfung könnte durch einen zu hohen Mineralstoffanteil im Verhältnis zur Rohfaserfraktion hervorgerufen sein.

Was bedeutet Rohfaser?

Zur Ermittlung des Rohfaser-Anteils wird das Futtermittel in verdünnter Säure bzw. Lauge gekocht, wobei alle Inhaltsstoffe – bis auf die pflanzlichen Zellwandbestandteile – in Lösung gehen.
MERKE: Einer der Gründe, warum Futter mit hohem Getreideanteil Durchfall oder zumindest weichen Kot verursachen kann, ist, dass der Anteil an Rohfaser im Futter viel zu hoch ist. Dieser Anteil sollte auf die Trockenmasse des Futters bei 2-4 Prozent, nicht aber über 5 Prozent liegen. Hierbei vergessen die meisten Hundehalter, dass auch der Hauptbestandteil vieler Trockenfuttersorten (= Getreide) viele Ballaststoffe enthält.

Der Rohfaser-Anteil sollte bei 2-4 Prozent, nicht aber über 5 Prozent liegen

Holz im Futter

Holzfaser, sogenannte Lignozellulose, kommt gerne in sogenannten Diätfuttern zur Anwendung.
Ihre Aufgabe ist es hier sowohl den Verdauungstrakt zu stopfen als auch eine regulatorische Funktion auszuüben und dadurch in der Folge den Vierbeiner von seinem Übergewicht zu befreien. Allerdings hat Diätfutter oft den gegenteiligen Effekt: Dadurch, dass der Organismus die Ballaststoffe nicht verwerten kann und die meisten Futtermittel in dem Sektor nicht besonders reich an hochverdaulichem Protein (= Fleisch) sind, werden Heißhungerattacken ausgelöst.
Dies wird dadurch begünstigt, dass das Hungerhormon Ghrelin vor allem durch Proteine, nicht aber durch Fett und Kohlenhydrate verringert wird – und so der Hunger erhalten bleibt, obwohl der Bauch voll wäre.

Diätfutter kann Heißhungerattacken auslösen, weil die Ausschüttung des Hungerhormons Ghrelin nicht inhibiert wird

Was tun bei Verstopfung?

Ich bin kein Getreidefan – denn viel zu oft wird es als billige Proteinquelle in diversen Futtermitteln verwendet. Wenn dein Hund aber zu Verstopfung neigt, empfehle ich dir hin und wieder geschrotete Haferflocken dem Futter beizumengen. Achte aber unbedingt darauf, welchen Rohfaser-Anteil dein Futter bereits hat (siehe oben).
Haferflocken, Weizenkleie, Flohsamen und geriebene Äpfel tragen dazu bei, dass die Darmpassage „geschmeidig“ bleibt, ohne dass zu viele schwer verdauliche Kohlenhydrate im Napf landen.

Haferflocken, Weizenkleie, Flohsamen und geriebene Äpfel sind geeignete Ballaststoffe

Warum Weizen und Hafer?

In geringer Menge schaden deinem Hund diese Getreidesorten nicht – außer er hat eine spezifische Unverträglichkeit gegen eine der beiden. Wenn du nicht hauptsächlich auf Trockenfutter setzt, sondern primär roh oder hochwertiges Nassfutter verfütterst, dann ist durch ein paar Flocken keine Gefahr gegeben.

Was tun bei Durchfall?

Einsatz von Ballaststoffen zur Darmsanierung:

Hier eignen sich vor allem die oben bereits genannten Flohsamen. Sie quellen auf und saugen „Gifte“ aus dem Darm: Flohsamen sind somit eine Art natürlicher Ersatz für Kohletabletten.
Mehr zum Thema Durchfall beim Hund findest du in diesem Artikel.

Moro-Suppe als Ballaststoff-Lieferant:

Die Karottensuppe nach Moro ist ein ausgezeichnetes Mittel, um kurzfristig den Ballaststoff-Anteil zu erhöhen und die Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen. Kombiniert mit Moortränke wirkt sie wahre Wunder bei akut aufgetretenem Durchfall. Ein gutes Rezept (bitte aber ohne Salz) findest du auf der Website des Norddeutschen Rundfunks.

Zusätzliche Funktionen von Ballaststoffen:

Senkung des Cholesterinspiegels

Hin und wieder einen rohen Apfel ins Futter zu raspeln hat nicht nur etwas Meditatives für den Tierhalter. Durch im Apfel enthaltene Pektine werden Gallsäuren im Darm gebunden. Diese müssen vom Körper wieder nachgebildet werden, da sie für die Fettverdauung notwendig sind. Dazu verbraucht die Leber Cholesterin, das wiederum den Grundstoff für die Gallsäuren darstellt. Gerade für Hunde die zur sogenannten Hypercholesterinämie neigen (also zu viel Cholesterin im Blut) sind Äpfel also eine wertvolle Beigabe im täglichen Futternapf.

Äpfel können den Cholesterinspiegel senken

Verbesserung der Eiweißaufnahme

Durch die Vergrößerung der Oberfläche wird auch die Eiweißaufnahme verbessert, da die Peptide auf mehr Fläche aufgeteilt werden und so die Transporter nicht an einer Stelle überfordert, an einer anderen komplett unterbesetzt sind

Bildung von kurzkettigen Fettsäuren

Ballaststoffe sind Futter für Darmbakterien: Anaerobe Darmbakterien wie Enterococcus faecium bilden aus Ballaststoffen sogenannte kurzkettige Fettsäuren, die Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und diverse andere Stoffwechselwege haben. Außerdem sollen sie an vielen Stellen im Körper entzündungshemmend wirken.

Durch den Abbau von Ballaststoffen entstehende Fettsäuren wirken entzündungshemmend

Eine Studie aus dem Jahr 2013 stellt eindrucksvoll dar, was diese „short chain fatty acids“ alles bewirken können.


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Wie lese ich eine Deklaration? 

Autor: Der Futtermann.

Um zu verstehen, wie sich ein gutes und ein schlechtes Futter unterscheiden, musst du zuerst einmal die Begriffe deuten können, die unter dem Punkt "Zusammensetzung" auf der Verpackung angeführt sind. Dieser Artikel soll dir dabei helfen, dir ein Urteil zu bilden.

FAST FACTS DEKLARATIONEN

  • Eine geschlossene Deklaration fasst Inhaltsstoffe zu Gruppen zusammen
  • Tierische Nebenerzeugnisse können sich aus Knorpel, Schnäbeln, Krallen und Federn zusammensetzen
  • Aus einer offenen Deklaration ist klar ersichtlich, welche Teile des Tiers verarbeitet wurden
  • Gerade bei kranken Hunden musst du ganz genau wissen, was im Futter wirklich drin ist

Was ist in meinem Futter drin?

Wie du vielleicht schon in meinem Buch gelesen hast, gibt es offene und geschlossene Deklarationen.

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Was ist eine geschlossene Deklaration?

Eine geschlossene Deklaration fasst Inhaltsstoffe zu Gruppen zusammen und verbirgt dadurch leider größtenteils alles Wissenswerte. Anfangs vielleicht gut gemeint – der Kunde müsste sonst einfach zu viel lesen, was er eh nicht versteht – hat sich die geschlossene Deklaration zu einem Schlupfloch für Großkonzerne entwickelt, um nicht mehr alle Inhaltsstoffe angeben zu müssen.

Eine geschlossene Deklaration fasst Inhaltsstoffe zu Gruppen zusammen

„Pflanzliche Nebenerzeugnisse“ könnten ja theoretisch Karotten- und Apfelschalen sein, die ohnehin die meisten Vitamine enthalten, oder auch frischer Mais, der vielleicht durch den Transport beschädigt und so für den Verkauf im Laden nicht mehr geeignet ist.

Eher Abfall als frisches Gemüse
Tatsächlich verbergen sich hinter der Bezeichnung Nebenerzeugnis oft ganz andere Dinge. Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind beispielsweise auch Erdnussschalen, Weizenkleie, Rübentrockenschnitzel oder Pressrückstände aus der Ölgewinnung. Tierische Nebenerzeugnisse können sich aus Knorpel, Schnäbeln, Krallen und Federn zusammensetzen, die, fein zermahlen, oft einfach nur als „Tiermehl“ deklariert werden.

Tierische Nebenerzeugnisse können sich aus Knorpel, Schnäbeln, Krallen und Federn zusammensetzen

Offene Deklaration: Was ist das?

Ganz allgemein: Hier siehst du Prozentangaben. Während in der geschlossenen Deklaration allein von der Auflistungsreihenfolge im Abschnitt „Zusammensetzung“ auf die Verteilung der Bestandteile geschlossen werden kann, findet in der offenen Deklaration eine Auflistung mit Prozentangaben statt. Hier ist klar ersichtlich, welche Teile des Tiers verarbeitet wurden und wieviel davon. Zusätze wie Öle, Mineralien und Ballaststoffe sind ebenfalls mit Prozentangaben versehen.

Aus einer offenen Deklaration ist klar ersichtlich, welche Teile des Tiers verarbeitet wurden

MERKE: Je genauer du dir vorstellen kannst, wie das Futter wirklich in die Dose kam, desto besser die Deklaration.

Kritisch ist  es vor allem, wenn der Hund bereits krank ist oder auf bestimmte Nahrungsbestandteile allergisch reagieren könnte. Zu diesem Thema sagt die Website www.tiermedizinportal.de Folgendes:

„Besonders bei Hunden mit Verdauungsbeschwerden, Nierenschäden, Zahnstein oder Futtermittelallergien kann es allerdings sinnvoll sein, auf Futter mit klar deklarierten Inhaltsstoffen auszuweichen, denn hinter unklar formulierten Futterbestandteilen können sich schwer verdauliche Stoffe, Zucker und potenzielle Allergene verbergen.“

Besonders bei Hunden mit Verdauungsbeschwerden, Nierenschäden, Zahnstein oder Futtermittelallergien musst du genau wissen, was im Futter enthalten ist!


Du hast das mit der Deklaration im Detail noch nicht ganz verstanden? Kein Problem! In diesem Artikel erfährst du, was „analytische Bestandteile“ sind und welche Normwerte für diese Spalte gelten.

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