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Welpenfütterung im Großstadt-Rudel

Autor: Der Futtermann.

Da ich bereits viele Anfragen zu diesem Thema bekommen habe, hier eine kurze Zusammenfassung zu den 5 wichtigsten Prinzipien in der Welpenfütterung. Wenn du das verstanden hast, kann schon mal nicht mehr so viel bei der Aufzucht schief gehen!

Fast Facts Welpenfutter:

  •  Als Welpe gilt ein Hund bis zur 16. Woche.
  •  Welpen benötigen 4-10 Prozent, Junghunde 5-6 Prozent ihres Körpergewichts täglich.
  •  Du brauchst kein Welpenfutter.
  •  Zu viel (hochwertiges) Eiweiß schadet deinem Welpen nicht.
  •  Vitamin D und Calcium sind wichtig für die Knochen.

Welches Welpenfutter ist das beste?

Definition: „Welpe“

Was ist überhaupt ein Welpe? Diese Frage klingt vielleicht banal, aber hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, bis zu welchem Alter ein Hund als Welpe gilt, und wann man vom Junghund spricht? Nicht ganz so trivial, denn das macht einen Unterschied beim Rationsaufbau. Einerseits nimmt die empfohlene bzw. erforderliche Fütterungshäufigkeit mit zunehmendem Alter ab, andererseits frisst ein Welpe im Verhältnis zum erwachsenen Hund bedeutend mehr.

Als Welpe gilt ein Hund bis zur 16. Woche, danach wird er bereits als Junghund bezeichnet. In den ersten 6-8 Lebensmonaten spielt sich die Hauptwachstumsphase ab.

Wie viel frisst mein Hund?

Hier gilt die Faustregel: Ein Junghund frisst bereits in etwa die Menge, die der ausgewachsene Hund benötigt. Die zusätzliche Energie verbraucht er im Wachstum.

Welpen (du weißt, bis zur 16. Lebenswoche) benötigen zwischen 4 und 10 Prozent ihres Körpergewichts täglich an Futter, Junghunde begnügen sich mit etwa 5 bis 6 Prozent. Diese von-bis-Angaben hängen davon ab, wie gehaltvoll das Futter ist.

Welpen benötigen 4-10% ihres Körpergewichts täglich, Junghunde 5-6%.

Du brauchst keine besonders große Angst haben, du könntest deinen Welpen überfüttern. Wenn du dich in etwa an die oben genannten Vorgaben hältst, bist du auf der sicheren Seite. Das einzige, was passieren kann, ist, dass dein Vierbeiner plötzlich etwas größer als seine Artgenossen ist. „Ein Junghund, der sein Futter zur freien Verfügung hat, wächst schneller und erreicht sein vorgegebenes Endgewicht früher als verhalten gefütterte Hunde.“ (Meyer, Zentek, Ernährung des Hundes, 6. Auflage 2010)

Keine Sorge: Unendlich groß wird er ohnehin nicht, das Endgewicht deiner Fellnase ist nämlich genetisch vorgegeben.

Welpe wie oft füttern?

Welpen bis zur 8. Lebenswoche dürfen übrigens 4 x täglich gefüttert werden, bis zum 6. Lebensmonat 3 x täglich, bis zum Ende des 1. Lebensjahres anschließend 2 x täglich, und danach kannst du auf eine Fütterung einmal täglich umstellen.

Vielleicht bist du versucht, diesem kleinen Kerl etwas mehr in seinen Futternapf zu füllen. Mehr als 10 Prozent seines Körpergewichts sollten es am Tag trotzdem nicht sein!

Welches Welpenfutter ist das beste?

Merke: Du brauchst kein Welpenfutter. Noch mal: Du brauchst kein Welpenfutter. Und dein Welpe braucht es erst recht nicht. Wie du vielleicht aus meinem Buch weißt, frisst der Babywolf auch keine Baby-Hirsche, Baby-Grünzeug, Baby-Beeren… Du verstehst, was ich meine? Zunächst sollte ein Welpe Muttermilch bekommen, die Entwöhnung beginnt mit der 4. Lebenswoche und ist mit der 8. Lebenswoche abgeschlossen. Von da an ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Nährstoffen zu achten.

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Die sogenannten „Junior“-Futter enthalten leider ebenso wie ihre Pendants für die Elterntiere ebenfalls jede Menge schwer verdauliche, pflanzliche Eiweiße, tierische und Pflanzliche Nebenprodukte und meist im Herstellungsprozess mit Aufspritzdüsen zugeführte synthetische Vitamine.

Merke: Du brauchst kein Welpenfutter.

Exkurs: Warum Welpen Kot fressen

„Kot fressen“ bedeutet meist Nährstoffmangel. Wenn dein Welpe sogenanntes Welpenfutter bekommt, kann er einen Nährstoffmangel bekommen. Deshalb frisst er Kot anderer Hunde, weil er dort beispielsweise Mineralstoffe vermutet.

Zu viel Eiweiß

Es existiert nach wie vor der Mythos, dass ein Welpe durch zu viel Eiweiß und dadurch folgenden raschen Muskelaufbau zu schnell wächst, und dieser Prozess nachhaltige Schäden des Skelettapparats nach sich ziehen kann. Diese Behauptung wurde durch neuere Studien widerlegt: Dieser Trugschluss wurde fälschlicherweise gezogen, da die Untersuchungen sich nur auf den Faktor Protein bezogen. Die beobachteten Futtersorten enthielten allerdings ebenfalls zu viele Kohlenhydrate. Die führen zu einer viel rascheren Gewichtszunahme der Welpen. Eben jenes Übergewicht konnte der Skelettapparat nicht ohne Weiteres verkraften.

Übergewicht: Kohlenhydrate im Überfluss sind schlecht für die Knochen, Eiweiß nicht.

Calcium-Pulver

„Für Knochenwachstum benötigt der Welpe besonders viel Calcium. Dieses muss wenn möglich als zermahlene Eierschalen oder spezielles BARF-Pulver der Ration zugemengt werden, wenn man kein Fertigfutter verwendet. Sonst besteht die Gefahr einer Unterversorgung und Osteomalazie bereits im frühen Welpenalter.“ Ungefähr so stellt sich der besorgte Hundehalter die ersten Monate seines Tierchens auf dieser schönen Erde vor.

Doch so gefährlich ist es nicht. Viel häufiger als eine Unterversorgung ist eine Überversorgung mit Calcium zu beobachten, was zu viel gravierenderen Schäden (Verstopfung, Übelkeit, Verkalkung von Organen) führen kann. Wenn dein Welpe von Anfang an Muttermilch bekommen und Zugang zu einem hochwertigen Feuchtfutter hat, hast du nichts zu befürchten.

Wichtig: Für die Aufnahme von Calcium in den Knochen benötigt dein Welpe Vitamin D. Dieses kann er selbst aktivieren, wenn du regelmäßig mit ihm spazieren gehst und ihn auch einmal im Freien spielen lässt. (weiterführender Artikel: Kann er das wirklich?)

Für die Aufnahme von Calcium in den Knochen benötigt dein Welpe Vitamin D. Geh deshalb mit ihm spazieren und lass ihn im Freien spielen!


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