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April 22

Macht Trockenfutter deinen Hund krank?

In der folgenden Zusammenfassung habe ich dir 5 der wichtigsten Gründe aufgelistet, warum du darüber nachdenken solltest, ob du wirklich ausschließlich Trockenfutter füttern möchtest.

Ist jedes Trockenfutter schlecht?

Nein, nicht jedes Trockenfutter ist automatisch schlecht. Aber diese 20 Gründe treffen definitiv auf jedes Trockenfutter zu. Sie sollen dir einfach helfen, zu entscheiden, was für deinen Vierbeiner das Beste ist.

Bedeutet das, dass ich gar kein Trockenfutter füttern sollte?

Viele Hundehalter (psst, uns eingeschlossen….) verwenden zum Trainieren manchmal Trockenfutter, einfach weil die Portionierung optimal ist, und manche Trockenfutter unseren Hunden einfach super gut schmecken – was nicht zuletzt auf die Geschmacks- und Konservierungsstoffe sowie Fett als großen Bestandteil zurückzuführen ist.

Ich bin der Meinung, dass vor allem die Basis passen muss. Die Grundnahrung deines Hundes sollte niemals rein auf Trockenfutter basieren, aber genauso wie du nicht von gelegentlichen McDonalds-Besuchen krank wirst, bekommt dein Hund plötzlich Diabetes weil er mal ein Trockenfutter mit Rübentrockenschnitzeln gefressen hat.

5 Gründe gegen Trockenfutter – gibt es noch mehr?

Ja, es gibt definitiv noch mehr! Ich habe insgesamt 50 dieser Gründe in meiner Recherche aufgelistet. Du kannst sie als eBook gesammelt herunterladen, wenn du dich für meinen Newsletter für gesundheitsbewusste Hundehalter(innen) anmeldest. Ich freue mich darauf, dich in der Community begrüßen zu dürfen!

Leider ist in den meisten Trockenfuttern ZU viel Getreide enthalten

Grund 1: Getreide im Hundefutter

Vor Jahrtausenden kultivierten wir Menschen Getreide als Nutzpflanze. Dieser Schritt markierte unseren Übertritt vom Jäger und Sammler zum Ackerbau betreibenden Bewohner von Dörfern. Genauer gesagt lässt sich damit der Beginn unserer Zivilisation verzeichnen. Es war plötzlich vorteilhafter, sich zusammenzuschließen und gemeinsam Ackerland zu bewirtschaften, als allein umherzuziehen und sich um eventuell vorhandenes Beutewild zu streiten. 

Der Beginn des menschlichen Sozialkonstruktes „Dorf“ im Sinne eines Zusammenlebens war geboren. Der Wolf allerdings feierte keine Party im Mais- oder Weizenfeld. Die Domestizierung des Wolfes machte es ihm möglich, durch den Verzehr der Nahrungsbestandteile, die der Mensch nicht mehr essen wollte, an geregelte Mahlzeiten zu gelangen. Langsam stellte sich der Wolf auf die Besonderheiten ein, die die menschliche Ernährung mit sich brachte, ging weniger jagen und konnte schließlich durch eine angepasste Darmflora notfalls auch Getreide verdauen. Der moderne Hund ähnelt also immer mehr dem Omnivoren Mensch – doch mit der Futtermittelindustrie konnte er nicht rechnen. 

Viele Hunde entwickeln zunehmend Hautausschläge und unerklärliche, bisher noch nie dagewesene Allergien. Selbstverständlich ist ein Teil davon auf Überzüchtung zurückzuführen. Ein weiterer großer Teil jedoch geht auf den hohen Anteil von Weizen und dessen Bestandteil Gluten zurück, denn den großen Futtermittelherstellern ist es meist egal, ob der Hund Getreide prinzipiell als „Notration“ sieht, oder als Hauptnahrungsmittel. „Der Hund kann Getreide verdauen, also verwenden wir es“ – dachten sich schlaue Hersteller, und konnten fortan jede Menge Geld sparen. Warum pflanzliches Protein nicht optimal ist, und was es mit der Entstehung von Giftstoffen wie Ammoniak zu tun hat, erfährst du in meinem eBook

Grund 2: Zu viel Zucker im Trockenfutter

Rate mal, welche Rübe hier verwendet wird? Auf manchen Trockenfuttern steht beispielsweise auch „Rübentrockenschnitzel, entzuckert“. Die Argumentation der Hersteller ist, dass der faserige Anteil der Rübe sich gut als Ballaststoff eignet, und eine ausgewogene Ernährung für Hunde auch aus eben solchen bestehen muss. Ballaststoffe sind die unverdaulichen Inhaltsstoffe und können – anders als Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße – vom Körper nicht abgebaut werden, z.B. weil ihm die Enzyme fehlen. Studien haben allerdings ergeben, dass maximal 5 Prozent des Futters aus Ballaststoffen bestehen sollten. In einer handelsüblichen Deklaration wirst du zwar keine Prozentangaben explizit zur Zuckerrübe finden, allerdings lässt sich der Komposition der übrigen Bestandteile entnehmen, dass der Faseranteil längst durch Inhaltsstoffe wie Getreide (vermutlich auch noch an erster Stelle) abgedeckt ist.

Eine recht schöne Zusammenfassung bezüglich verschiedener Deklarationen findest du hier. Das obige Bild ist ein Screenshot von der offiziellen Website eines bekannten Futtermittelherstellers. In der Quellenangabe findest du den Link zum Hersteller.  

Ach ja: Selbstverständlich handelt es sich um die Zuckerrübe. 

Grund 3: Zu viel Fett im Industriefutter

Fett wird oft zur Konservierung sowie als billiger Energieträger eingesetzt. Besonders fetthaltiges Fertigfutter kann zur gefürchteten Magendrehung zumindest beitragen. Insbesondere wenn es sich um eine besonders große Hunderasse (Briard, Deutsche Dogge, …) handelt, ist hier Vorsicht geboten: Achte unbedingt darauf, dass sich in den ersten drei Wörtern der Inhaltsangabe deines Futters nicht das Wort „Fett“ verbirgt.

Leistungshunde brauchen Fett: Selbstverständlich ist Fett in manchen Fällen brauchbar und selbstverständlich nicht zu unterschätzen als Energieträger. Gerade Windhunde in der Rennsaison, oder Schlittenhunde benötigen eine erhöhte Kalorienzufuhr, die sich am besten durch einen erhöhten Fettanteil im Futter realisieren lässt. Ich würde also nicht generell Fett verteufeln, sondern höchstens die Anwendung in der Industrie. Auch gute Fette wie Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Leinöl oder Hanföl vorkommen, benötigen Hund und Katze. Zum Aufbau einer Isolierschicht im Winter, als Baufett, ist der Stoff durchaus wertvoll. Wichtig ist, dass der Anteil an ungesättigten Fettsäuren den der gesättigten überwiegt. Gesättigte Fettsäuren können nämlich einzig und allein als Energieträger genutzt werden.

Grund 4: Mais im Trockenfutter

Mais im Futter. Ein klassischer Fall von Getreide-Alarm. Da Mais eine billige Kohlenhydrat- und Eiweißquelle ist, und daher zumindest aus Sicht der Futterindustrie die ideale Ergänzung zu „Nebenerzeugnissen“ aller Art zu sein scheint, findet sich auch dieser immer öfter in klassischen Trockenfuttern. Warum ist aber Mais auf meiner Abschussliste? Als tryptophanarmer Katecholamin-Dämpfer hat er zwei bedeutende (Neben-)Wirkungen.

Tryptophan – das Schlüsselmolekül

Einerseits ist Tryptophan der Ausgangsstoff für das körpereigene Anti-Stress-Hormon Serotonin: Bekannt ist es unter anderem durch seine Eigenschaften im menschlichen Organismus geworden, wo bekannterweise sogenannte „Serotonin-Wiederaufnahmehemmer“ als Medikation für depressive Patienten eingesetzt werden. 

Ein relativer Mangel an Tryptophan führt zu einer Verringerung des Serotoninspiegels im Blut und kann so gerade bei ängstlichen, gestressten Hunden zu einer Verschlimmerung der Symptomatik führen. Ein mehr oder minder positiver Nebeneffekt ist das Vorhandensein eines Emzyms, das die Katecholaminproduktion hemmt (Adrenalin, Noradrenalin) und so wiederum die hauptsächlichen Stresshormone ebenfalls herabsetzt. Das kann Abhilfe schaffen, wenn du Herrchen oder Frauchen eines Balljunkies bist. Stell dir aber mal einen alten, trägen Hund vor, der dazu noch eine depressive Verstimmung aufweist. Denkst du, es ist sinnvoll, einem solchen Hund ein Nahrungsmittel vorzusetzen, das sowohl seinen Serotoninspiegel senkt, als auch seine Antriebshormone? Wohl eher nicht. Daher ist Mais im Futter mit Vorsicht zu genießen, gar beinahe als Arzneimittel zu sehen. 

Dosis facit venenum, wie der Lateiner sagt. Die Dosis macht das Gift.  

Mais im Futter ist nicht ideal – meist wird auch noch zu viel davon verwendet…

Grund 5: Industriefutter ist meist in “Futtermittelqualität”

Die European Food Safety Authority ist die Anlaufstelle in Europa was Lebensmittelsicherheit angeht. 

„Wir leisten unabhängige wissenschaftliche Beratung für Europas Entscheidungsträger im Bereich der Lebensmittelsicherheit“, beschreibt sich die Institution selbst. Besonders liegen der Organisation auch gesunde Futtermittel am Herzen: 

„So wurde etwa 2001 die Verwendung von Fleisch- und Knochenmehl von Säugetieren in sämtlichen Futtermitteln für Nutztiere in der EU verboten, da dieses mit der Verbreitung der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) bei Rindern in Verbindung gebracht worden war und BSE-infiziertes Fleisch mit der Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD) bei Menschen assoziiert wurde.“ 

Seit dem BSE-Skandal wurde also vermehrt Wert auf die Sicherheit von Lebensmitteln geachtet – dafür musste die Qualität der Futtermittel insofern verbessert werden, als dass z.B. an Rinder keine Rinder mehr verfüttert werden durften, die eventuell mit Prionen infiziert waren. Was für Nutztier-Futtermittel konsequent umgesetzt wurde, ist für Haustiere noch nicht Standard. Weiter oben hast du gelernt, dass in Hundefutter auch heute noch Tiermehle verarbeitet werden. Während also in Futtermitteln für Nutztiere nun die Gefahr von BSE weitgehend ausgeräumt werden konnte, hat diese Sicherheitsrichtlinie auf das Futter von unseren Haustieren keinen Einfluss. 

Überspitzt formuliert: Um auf Nummer sicher zu gehen, kauf lieber Futter in Lebensmittelqualität – dann bekommt dein Hund auch kein BSE.

Dominik Panosch

Über den Autor

Dr. Dominik Panosch ist Mediziner, Online-Marketer und Hundeliebhaber. Mit "Der Futtermann" hat er im Jahr 2017 eine Plattform geschaffen, um Hundehalter über gesunde Ernährung und tolle Produkte für ihre 4-beinigen Lieblinge zu informieren.

Dominik Panosch


Tags

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