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Leckerli für Hunde

Autor: Der Futtermann.

Wie viele Knochen darf ein Hund eigentlich bekommen? Braucht dein Hund Trockenfutter zur Zahnreinigung? Und warum solltest du Karotten füttern? Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Artikel.

Leckerli-Guide: Kurzfassung

  • Probiers mal mit Karotten
  • Nicht zu viele Knochen - führt zu Verstopfung
  • Nicht zwischendurch sondern nur beim Training: Leckerlis bitte sparsam verwenden

Welche Kauartikel gibt es?

Wofür brauchst du überhaupt Kauartikel? Kauartikel lassen sich grob einteilen in Leckerlis und tatsächliche KAU-Artikel. Die einen dienen der Beschäftigung und Zahnreinigung deines Vierbeiners, die anderen sollen zur Belohnung eingesetzt werden. Das Beitragsbild zeigt übrigens so ziemlich den absoulten Super-GAU (größten anzunehmenden Unsinn) den du deinem Hund verfüttern kannst. Bitte nimm Abstand von solchen Kalorienbomben – die taugen weder zur Beschäftigung noch zur Belohnung. Auch dann nicht kaufen, wenn es in deinem Lieblings-Futtermarkt im Sonderangebot ist.

ACHTUNG Titelbild: So etwas bitte nicht verfüttern, außer du willst deinen Hund bestrafen – mit Diabetes.

Merke: Leckerlis ohne Zucker, ohne Getreide und ohne Aromastoffe sollten Voraussetzung sein.

Warum? Das hat den einfachen Hintergrund, dass dein Hund darauf herumkaut. Sie haben damit eine lange Verweildauer im Maul – und sind damit ein Nährboden für Zucker verwertende Bakterien. Sie können so die Entstehung von Zahnstein begünstigen.

Für alle Kauartikel gilt: Auch wenn sie zuckerfrei sind, haben sie (bedingt durch den hohen Fett- und Proteinanteil) Kalorien. Bitte berücksichtige diese Tatsache bei der Fütterung und reduziere dementsprechend die Futtermenge!

Zahnreinigung

Dieses Thema beschäftigt mich immer wieder. Halter, die ihren Lieblingen Dentas***** zum Kauen geben, weil diese ja so gut für die Zahnreinigung sind. Das sind dann meistens Hunde, die ohnehin ihre Trockenfutterschüssel tagsüber zur freien Verfügung haben. Wenn doch aber laut gängiger Meinung der Hund Trockenfutter zur Zahnreinigung braucht, wieso bekommt er dann noch so einen Chemie-Knochen und hat danach immer noch ein strahlend gelbes Gebiss? Ganz einfach: Weil beides nicht hilft.

Vielleicht weißt du ja schon aus meinem Buch, warum Trockenfutter zur Zahnreinigung definitiv nicht geeignet ist. Wenn nicht: Du kannst es unter Punkt 27:Zahnpflege in meinem GRATIS eBook nachlesen.

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Zur Zahnreinigung eignen sich am besten

  1. Größere, frische Fleischstücke, die dein Hund nicht gleich hinunterschluckt sondern kauen muss,
  2. Knochen, und zwar richtige, von echten Tieren – nicht die Schmalspurknochen aus dem Fressnapf, die als Hauptbestandteil Getreide in der Deklaration aufweisen.ACHTUNG: Bitte nicht mehr als einen Knochen (Größe des Knochens so abgestimmt, dass ihn der Hund innerhalb einiger Stunden zerlegen kann, ein Pferdeknochen für einen Chihuahua ist überdimensioniert) pro Woche, wenn nicht noch seltener. Da der sehr hohe Kalziumgehalt zu Verstopfung führen kann, gib deinem Hund bitte zur Zahnreinigung bitte nicht ausschließlich Knochen.
  3. Ochsenziemer, Lammohren, Trockenfleisch, alles was hart und faserig ist und keinen Zucker enthält.ACHTUNG: Beachte, dass diese Form von Kauartikeln sehr viel Fett enthält. Daher bitte nicht mehr als 2 am Tag, bei kleinen Hunden unter 10 Kilo Körpergewicht muss ein Ochsenziemer, Lammohr oder ein Stück Trockenfleisch reichen.

Absoluter Geheimtipp: Wenn dein Hund sie annimmt, gib ihm doch hin und wieder Karotten. Die machen nicht dick, haben keinen Zucker und sind gut für die Verdauung.

Probiers mal mit einer Karotte. Die enthält keinen Zucker und ist außerdem gut für die Verdauung!


Dieser Hund hat gerade einen ausgezeichneten orangen Knochen gefressen. Er hat nicht mal gemerkt, dass Herrchen „Karotte“ dazu sagt.

Beschäftigung

So ziemlich alle Leckerlis die ich dir oben im Bereich Zahnreinigung aufgelistet habe, eignen sich ebenfalls zur Beschäftigung deines Hundes. Was geht noch? Schweinsnasen, frische Hasen- oder Lammohren, jegliche Form von Gemüse, hin und wieder einen Apfel. Es geht ja nur darum, dass Bello beschäftigt ist, während du etwas anderes machst. Zum Beispiel das BARF-Menü für die kommende Woche herrichten.

Belohnung zwischendurch

Die meisten Hunde, die zu dick sind, bekommen zu viele Leckerlis. Die erste Maßnahme, die ich ergreife, wenn sich ein Kunde bei mir meldet weil sein Hund abnehmen muss: Ich streiche sämtliche Leckerlis vom Speiseplan des Hundes. Das erscheint vielen Frauchen und Herrchen unglaublich hart und ungerecht, „weil der Kleine doch so süß schaut“, aber es muss sein. Leckerlis zwischendurch sind eine Unart, die leider nicht aus den Köpfen der Menschen zu bringen ist.

Trainiere unbedingt mit deinem Hund für die „Leckerlis zwischendurch“. Wenn er arbeitet, verbraucht er Kalorien, und muss sich die Belohnung verdienen. Das hat zum einen praktische Gründe – das Tier wird nicht adipös – und andererseits einen positiven psychologischen Effekt: Das Training wird interessanter.

Übrigens: Du musst nicht mit Leckerlis trainieren. Der Fokus deiner Fellnase soll schließlich nicht ständig auf deiner Hand (und dem vermeintlich darin befindlichen Snack) liegen, am besten sieht sie dich dienstbeflissen die ganze Zeit an. Wie du das erreichst, erfährst du vom Hundetrainer deines Vertrauens.

Wenn du aber Leckerlis fütterst, dann bitte trainiere auch mit deinem Hund dabei.

Wenn Leckerlis, dann Training. Sonst wird dein Hund nur dick und faul.

Was sollst du nun besorgen, wenn du das nächste Mal im Geschäft stehst? Schau dir in jedem Fall die Deklaration an. Wenn es sich wirklich um 90-100 Prozent Fleisch oder Knochen handelt, und zumindest kein Zucker und Getreide drin sind, dann kannst du bedenkenlos zugreifen.

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